Municipality life
Angeblich müssen alljährlich zigtausende Tiere in Luxemburgs Wäldern getötet werden. Jäger behaupten, dass sich die verbleibenden Tiere durch fehlende natürliche Feinde zu stark vermehren und nur durch die Jagd der Bestand auf ein gesundes Niveau reguliert werden kann.
Fakt ist aber, dass durch die Jagd gut funktionierende Familienverbände auseinander gerissen werden, worauf die Tiere mit vermehrter Fortpflanzung reagieren. Zudem werden oft Tiere im Winter gefüttert, so dass die natürliche Auslese nicht mehr stattfindet. Offensichtlich ist es nicht die Absicht der Jäger, die Zahl der Tiere zu reduzieren, sondern eher ihre Anzahl konstant zu halten, um sie weiterhin zu jagen.
In Europa gibt es mittlerweile mehrere Gebiete, in denen nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt gejagt werden darf. In diesen Gebieten wird deutlich, dass sich das natürliche Gleichgewicht auch ohne das Töten von Tieren entwickeln kann.
Am Samstag hatten sich Mitglieder von zwölf Tierschutzorganisationen, private Jagdgegner und die „Jonk Gréng“ zu einer friedlichen Demonstration vor der Abgeordnetenkammer eingefunden, um ihrer Forderung nach einer sofortigen Abschaffung der Jagd in Luxemburg solidarischen Ausdruck zu verleihen. Mittels Transparenten und Bildern grausamer Jagdszenen machten sie die Passanten bei einem Marsch durch die Fußgängerzone auf das sinnlose Töten von Füchsen, Rehen, Hirschen, Hasen, Wildschweinen usw. aufmerksam. Die Kundgebung endete mit einer Mahnwache vor der Abgeordnetenkammer, in der sie der Jagdopfer gedachten. (rfg)