Am 6. Mai hatte die Bierger Musek zu ihrem traditionnellen Frühjahrskonzert eingeladen. Diesmal allerdings fand das Konzert zum ersten Mal im Centre Polyvalent Gaston Stein in Junglinster statt. Die Herausforderung, in der neuen Umgebung aufzutreten erwies sich als voller Erfolg. Im gutbesetzten Saal ließ die Stimmung nicht lange auf sich warten, denn der Dirigent der Bierger Musek, Claude Weiland, hatte sich für den ersten Auftritt in Junglinster ein besonders anspruchvolles Programm ausgedacht. Es sollten vor allem die Schlagzeuger hervorgehoben werden, was dann auch vom Publikum mit Begeisterung honoriert wurde. Durch das Programm führte Christiane Weiland kompetent und charmant mit interessanten Erklärungen.
Gleich zu Beginn traten die Niños, ein seit drei Jahren bestehendes Jugendensembel unter der Leitung von Francesco Castellana auf. Sie zeigten ihr Können mit The Best of W.A. Mozart, sowie Samba de Janeiro und ernteten dafür den ersten großen Beifall. Sehr stolz spielten sie dann als Zugabe noch The Best of Michael Jackson.
Die Bierger Musek startete das Hauptkonzert furios mit Carmen Fantasy und überließ dann gleich dem Percussionsensembel aus der Klasse von Pol Belardi der Echternacher Musikschule die Bühne. Die acht Schüler wussten mit Suite for solo drum set and percussion ensemble das Publikum total zu gewinnen. Mit A Kletschmer Karnival und schließlich The Lord oft the Rings – Excerpts from Symphonie #1 wurde der erste Teil des Konzerts abgerundet.
Nach der Pause eröffnete Claude Weiland den zweiten Teil mit Utopia. Dann folgte Comedians‘ Gallop, bei dem die Solistin Anne Zeien aus der Klasse von Boris Dinev auf ihrem Xylophon einen tosenden Beifall für ihre Leistung einstecken durfte. Mir Mac Arthur Park folgte ein weiterer Höhepunkt bevor Solist Luca Nanna, Schüler von Benoît Martiny, bei Skip the Intro auf dem Schlagzeug glänzte. Eine lustige Einlage bot dann die Bierger Musek mit The Happy Cyclist wobei Françoise Molitor auf dem Fahrrad mit der Klingel zeigte dass auch Radfahrer musikalisch sind. Sing, Sing, Sing rundete das überaus gelungene Konzert ab und das Publikum forderte nach längerem Applaus Claude Weiland heraus noch eine stimmungsvolle Zugabe anzubieten.
Dies gelang dann auch mit Drummersflash sodass dieses erste Konzert im neugewählten Saal vielversprechend war für das nächste Jahr.
Foto: Win SCHAUS – Text Norbert SCHMIT