19 Kerzen für 19 treue Luxemburger

Zum Gedenken an 141 Luxemburger des KZ-Sachsenhausen-Oranienburg.

"...neunzehn Flammen brennen da vor den Blicken meines Geistes, die Zeit ist nicht mehr Lichtmess 1946, sondern der zweite Februar1945, die Umwelt heisst nicht Luxemburg, sonder Sachsenhausen, nicht Menschenherzen glühen vor mir in der wachsenden Lust des Lebens , das sich gerettet sieht, sondern Menschenherzen der Heimat, brennende, brausende Herzen, erfüllt von Feuer der Begeisterung für die Freiheit, die im Kleid des Sternenbanners naht...vergehen plötzlich im Löschhorn der Unmenschlichkeit. Neunzehn Freunde gehen uns verloren, und die Heimat zählt neunzehn Helden mehr."

Textteile von Pierre Gregoire's "Lichtersegnung", am 2.Februar 1946 publiziert.

Die "Amicale des Anciens de Sachsenhausen" hatte traditionsgemäß zu einer Erinnerungsfeier an alle

Luxemburger im KZ Sachsenhausen/Oranienburg eingeladen. Im Mittelpunkt standen die 19 Luxemburger

die am 2 Februar 1945 kaltblütig im KZ ermordet wurden. Sie verweigerten als treue Luxemburger den Dienst

für das faschistische Hitlerdeutschland. Es waren 15 Soldaten aus der Freiwilligenkompanie, 2 Gendarmen, 2 Polizisten und

14 andere Luxemburger, die wegen Krankheit oder Erschöpfung starben und die Freiheit nie wieder erlangen sollten.

In einer ergreifenden Gedenkmesse in der Sacré-Coeur-Kirche in Luxemburg /Bahnhof wurden 19 Kerzen als Erinnerung an diese

tragische Schicksale angezündet und eine 20te Kerze für alle Opfer von Kriegen. Der Gottesdienst wurde von der

Chorale des Exilés und von Militärmusiker musikalisch begleitet.. Es wurden auch Blumen am "Monuments de la Force de l'Armée"

auf dem Kanonenhügel niedergelegt.

Die Amicale Sachsenhausen möchte mit der Gedenkfeier erinnern, dass sich eine Tragödie wie im 2. Weltkrieg nicht wiederholt.

Das Gedenken mahnt uns, Verantwortung zu übernehmen, für Demokratie und Menschenrechte einzustehen und gegen Unrecht aufzutreten.

Amicale Sachsenhausen