Lyndon Sosa schlägt den Weg zurück an die Weltspitze ein
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Während in der Heimat die nationalen Titel vergeben wurden, verzichtete der Luxemburger Topschütze auf die Landesmeisterschaft, um sich in China mit der absoluten Weltelite zu messen. Nationaltrainer Hervé Boivin zieht eine optimistische Bilanz.
Während auf den heimischen Schießständen am vergangenen Wochenende die luxemburgischen Landesmeisterschaften im Trap ausgetragen wurden, fehlte ein prominenter Name in den Siegerlisten: Lyndon Sosa. Der Ausnahmeschütze des Großherzogtums traf eine bewusste Entscheidung gegen die Teilnahme in der Heimat und für den direkten Vergleich mit der Weltelite beim renommierten ISSF World Cup in Hangzhou, China (20. bis 29. Juli 2026).
Ein Schritt, der die klare Zielsetzung des Spitzensportlers unterstreicht: Sosa will wieder ganz nach oben. Nach intensiven Trainingseinheiten und kontinuierlicher Arbeit an den Feinheiten der Schießtechnik trat er in China gegen 70 der weltweit besten Trap-Athleten an. Mit Serien von 22, 24, 23, 24 und 24 Scheiben erzielte Sosa ein Gesamtergebnis von 117 von 125 möglichen Treffern und belegte im Endklassement den 38. Rang.
„Lyndon zeigt eine konstant aufstrebende Formkurve. In Hangzhou hat er bewiesen, dass die Stabilität in seinen Serien zurückkehrt. Die 117 Treffer spiegeln noch nicht ganz sein volles Potenzial wider, aber die Richtung stimmt absolut.“ — Hervé Boivin, Nationaltrainer
Unter der fachkundigen Anleitung von Nationaltrainer Hervé Boivin steht derzeit vor allem die Konstanz auf höchstem Niveau im Fokus. In Hangzhou verpasste Sosa ein noch besseres Ergebnis lediglich durch einen verhaltenen Start in der ersten Serie (22 Treffer). In den folgenden vier Durchgängen zeigte er mit dreimal 24 und einmal 23 Treffern eine beeindruckende Präzision, die ihm den Anschluss an das dichte Mittelfeld der Weltspitze sicherte.
1 SCALZONE Angelo QAT
24 - 25 - 25 - 25 - 25
124 (QS-off: 7)
2 FABBRIZI Massimo ITA
25 - 24 - 25 - 25 - 25
124 (QS-off: 6)
8 PELLIELO Giovanni ITA
24 - 24 - 25 - 25 - 24
122 (QS-off: 16)
38 SOSA Lyndon LUX
22 - 24 - 23 - 24 - 24
117
Die zeitliche Überschneidung des Weltcups in Fernost mit den luxemburgischen Landesmeisterschaften stellte das Team vor eine strategische Abwägung. Dass Sosa auf die Teinahme um den nationalen Titelkampf verzichtete, spricht für seine professionelle Einstellung und den klaren Fokus auf die internationale Bühne.
„Natürlich wäre Lyndon gerne bei den Landesmeisterschaften an den Start gegangen, um mit um den Titel zu kämpfen. Doch im Hinblick auf unsere langfristigen Ziele und die Qualifikation für die kommenden Großereignisse war der Start beim ISSF World Cup unumgänglich“, erklärt Nationaltrainer Hervé Boivin. „Man wächst nur mit den Aufgaben, wenn man sich gegen Schützen wie Giovanni Pellielo oder Massimo Fabbrizi behauptet.“
Wer Sosas Werdegang verfolgt hat, weiß um seine Qualitäten. Der 38. Platz in Hangzhou mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, doch der Abstand zur Qualifikation für das Finale (122 Treffer) betrug lediglich fünf Scheiben.
Besonders erfreulich für Trainer Boivin: Sosas mentale Stärke und die technische Sauberkeit nach Fehlschüssen.
„Après un début un peu hésitant, il s'est immédiatement ressaisi pour enchaîner quatre séries solides.”
Wir analysieren jetzt die Daten aus Hangzhou und arbeiten gezielt an den ersten Runden. Der Anschluss an die Weltspitze ist in greifbarer Nähe. Lyndon ist definitiv auf dem richtigen Weg.“ — Hervé Boivin
Mit den Erkenntnissen aus China blickt das luxemburgische Lager zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben der Saison. Der Wiederaufbau verläuft nach Plan, und die Formkurve zeigt steil nach oben. Wenn Sosa diese Konstanz beibehält, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Luxemburger wieder um die Finalplätze im ISSF-Zirkus mitkämpft.