Die „Maison Berbère“ in der hauptstädtischen Rue Glesener ist Vergangenheit, zumindest an ihrem alten Standort. Nachdem Mitte November der erste Stein aus einem der reich verzierten Fensterbögen des Turmerkers herausgelöst worden war, wurden in den vergangenen Wochen die Mauern des Gebäudes abgetragen.
Das architektonisch interessante Bauwerk wird bekanntlich an der Route de Trèves in Grevenmacher wieder originalgetreu aufgebaut. Die „Villa Goebbels“, wie das Gebäude vor seiner Nutzung als Restaurant namens „Maison Berbère“ hieß, wird sich dort harmonisch in das Umfeld anderer Villen aus dem frühen 20. Jahrhundert einfügen. Jeder Stein wurde einzeln abgebaut und wird fachgerecht gelagert, bis die Villa Goebbels nach dem Winter in Grevenmacher neu errichtet werden wird.
Dass das Gebäude gerettet werden konnte, ist bekanntlich der Vereinigung „Luxembourg Patrimoine“ zu verdanken, die auf den Wert des Bauwerks hingewiesen hatte. Daraufhin hatte ein Mäzen sich bereit erklärt, das Haus aufzukaufen. Der Staat übernimmt gemäß den allgemeinen Denkmalschutzsubsidien 30 Prozent der Kosten der Rettungsaktion. (raz)