Am 3. Juli wurden im Zentrum „Les Rotondes“ die sozial-medizinischen und psychologischen Einrichtungen der „Société Nationale des Chemins de Fer Luxembourgeois“ (CFL) offiziell eröffnet.
Auf einem ehemaligen Tennisplatz setzte die „CFL-Immo“ eines ihrer größten Immobilienprojekte um. Das Bauprojekt erstreckt sich über 14 000 Quadratmeter und bietet Platz für 23 Wohnungen und Büroflächen.
Laut CFL-Generaldirektor Alex Kremer begannen im Jahr 2004 die Diskussionen und Planungen rund um das Bauvorhaben – das Projekt konnte jedoch erst im Jahr 2009 in Angriff genommen werden. Seit 2012 befinden sich die Büros des „Institut national d’administration publique“ (INAP) und der „Division de la médecine de contrôle du secteur public“ im Zentrum „Les Rotondes“. Auf etwa 3 600 Quadratmetern wurden Wohnungen eingerichtet und an private Käufer veräußert.
Seit April 2013 sind nun in einem der Gebäude auf rund 1 800 Quadratmetern die „Services médico-psycho-sociaux“ der CFL untergebracht. Es handelt sich dabei um den psychologischen Dienst, die Dienststellen für Gesundheit am Arbeitsplatz, die Abteilung für pensionierte Eisenbahner und die Einrichtungen für medizinische Betreuung, die etwa 4 000 Arbeitnehmern und 3 650 Pensionsempfängern zugute kommen.
Claude Wiseler, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, begrüßt die Umsetzung des Projekts. Ihm zufolge ist es von Vorteil, diese unterschiedlichen Dienste in ein einziges Gebäude zu verlegen, das an der „Rocade de Bonnevoie“ mit dem öffentlichen Transport einfach zu erreichen ist.
Budget nicht ganz ausgeschöpft
Laut CFL-Generaldirektor Alex Kremer war für das Projekt ein Budget von 19,5 Millionen Euro eingeplant. Die Ausgaben beliefen sich bisher jedoch nur auf 17,4 Millionen Euro. Da die Eisenbahngesellschaft in Zukunft vorsieht, ungefähr 160 neue Angestellte pro Jahr einzustellen, müssen den Beschäftigten die besten Bedingungen im Bereich der psychologischen Betreuung und der medizinischen Untersuchung geboten werden. CFL-Personaldirektor Philippe Schrantz betont die Wichtigkeit dieser Dienste für die CFL-Mitarbeiter.
Der psychologische Dienst besteht aus sechs Mitarbeitern und übernimmt neben der psychologischen Bewertung bei der Einstellung, die ständige Betreuung der Angestellten während ihrer beruflichen Laufbahn. Die Beratungsstelle bietet beispielsweise psychologischen Beistand für Angestellte, die Opfer einer Aggression oder Zeuge eines Suizids auf den Bahngleisen wurden. Was die Dienststellen für Gesundheit am Arbeitsplatz anbelangt, so soll vor allem die Zahl der Berufserkrankungen und Unfälle am Arbeitsplatz gesenkt werden.
Der Pensionsdienst kümmert sich um etwa 3 650 Rentner, während die die „Entraide médicale“, mit 16 Mitarbeitern für mehr als 10 000 Versicherungsnehmer zuständig ist.
(Fotos: Manuel Dias)