Chalet „Geiwels“ wird instand gesetzt

Gemeinderat unterstützt Musikschüler

Die einstimmige Genehmigung der Pläne zur Waldbewirtschaftung (Plan de gestion des forêts) für das Jahr 2010 stand als Erstes auf der Tagesordnung des Gemeinderats Bissen in seiner gestrigen Sitzung, zu der Bürgermeister Aloyse Bauer die Gemeinderäte (Rat Jos Schummer fehlte entschuldigt) begrüßen konnte.

Dem vorausgegangen waren die vom Förster Serge Reinhardt vorgetragenen Erklärungen zu den laufenden und kommenden Waldarbeiten, aus denen hervorging, dass einer Investition von 390 272 Euro Einnahmen von 369 796,60 Euro gegenüberstehen, also einem Minus von 20 475,40 Euro.

Da die Ortschaft Wallendorf (D) bereits an das Netz des Abwassersyndikats Siden angeschlossen ist, wurde zudem dem Beitritt der Verbandsgemeinde Irrel (D) zugestimmt.

Auch der Beitritt zum „Club Senior Uelzechtdall“, in dem fast alle Gemeinden des Kantons Mersch vertreten sind, wurde einstimmig gutgeheißen. Weiterführende Informationen diesbezüglich werden in Kürze in Form von Broschüren an alle Haushalte verteilt. Die Beteiligung wird die Gemeinde Bissen in diesem Jahr 6 907 Euro zu stehen kommen.

Bei der Enthaltung von Rat Carlo Mulbach wurde der Kostenvoranschlag in Höhe von 20 000 Euro zur Instandsetzung der Gräben längs der Gemeindewege angenommen. Ein weiterer Kostenvoranschlag in Höhe von 25 500 Euro sorgte für etwas mehr Gesprächsstoff, und zwar die Instandsetzung von rund 70 Metern Gemeindeweg Richtung „Biirkerbierg“.

Diese Arbeiten werden zu 30 Prozent vom Staat subventioniert. Rat Alain Feiereisen stimmte gegen diese Entscheidung mit der Begründung, es wäre eigentlich am Verursacher dieser Schäden, diese Summe zu begleichen und nicht an der Gemeinde.

Einstimmigkeit herrschte aber bei den Plänen zur Restaurierung des Chalets „Geiwels“, gelegen im Wald neben der neuen Wohnsiedlung in der Straße „An der Uecht“. Diese Arbeiten werden die Gemeinde 80 000 Euro zu stehen kommen. Das Chalet soll nach Fertigstellung exklusiv Schulkindern und Schülern der „Waldschoul“ sowie dem Förster für seine Waldführungen zur Verfügung gestellt werden. Es wird betont, dass das Chalet keinesfalls für Feste jeglicher Art vermietet oder zur Verfügung gestellt werden wird.

Auch die vorgesehene drastische Erhöhung der Einschreibegebühr sowie die finanziellen Beihilfen für den Musikunterricht des „Conservatoire de musique du Nord“ für das kommende Schuljahr gaben Anlass zu längeren Diskussionen.

Nur ein Viertel der Schüler in der Musikschule stammen aus den beiden Trägergemeinden Ettelbrück und Diekirch. Ein großer Teil kommt aus den umliegenden Gemeinden, davon deren 90 aus Bissen.

Die Einschreibegebühren bestehen aus einer Grundgebühr, gültig für jeden Schüler und aus einer Extragebühr für Schüler, die nicht in einer der beiden Trägergemeinden wohnen. Diese Extragebühr wird ganz oder teilweise von der Wohngemeinde des Schülers übernommen.

Die Gemeinderäte aus Bissen entschieden mehrheitlich für folgende Zuzahlungen pro Schüler bei den Extragebühren für das Schuljahr 2010/2011: Kollektivkurs: 150 Euro, Kollektivkurs „éveil musical“: 75 Euro, Individualkurs: 450 Euro und Tanzkurs: 300 Euro. In den Genuss dieser Zuschüsse kommen alle Kinder und Jugendlichen, für die Kindergeld bezahlt wird sowie für Jugendliche bis zum Alter von 25 Jahren, die in den Genuss eines Stipendiums kommen. (ArWa)