Neuheiten in der Philatelie aus Luxemburg (2)
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Gedenken an Nicolas van Werveke
Nicolas Paul Antoine van Werveke, geboren am 23. Juli 1851 in Diekirch, gestorben am 24. Februar 1926 in Luxemburg-Stadt, war ein bedeutender Luxemburger Historiker. Er war sowohl auf dem Gebiet der Numismatik ls auch der Natur-und Sprachforschung tätig. Ab Oktober 1892 unterrichtete er Geschichte am hauptstädtischen Athenäum und ab Mai 1895 an der Industrieschule. Später, von 1909 bis 1911 wurde er erster Direktor des Lycée de Jeunes Filles in Luxemburg. Über 50 Jahre lang widmete van Werveke sich der Geschichte Luxemburgs vom 12. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Dabei transkribierte oder beschrieb er zahlreiche Urkunden und Akten, die er in Archiven in Luxemburg und im Ausland fand, stets mit Bezug zur Luxemburger Geschichte. Der beeindruckende Umfang seiner Arbeit zeigt sich u.a. in den über 100.000 Dokumenten, die heute im Nationalarchiv aufbahrt werden. Am Ende seiner Laufbahn verfasste Nicols van Werveke in drei Bänden die „Kulturgeschichte des Luxemburger Landes“ über die Alltags-Wirtschafts-und Sozialgeschichte Luxemburgs. Preis der Briefmarke: 1,20 Euro. Layout: Pit Wagner (LU). Druck: bpost Stamps Printing, Malines (BE). Auflage: 25.000 Briefmarken. Ausgabetag: 05.05.2026.
160. Jahrestag des ersten Buches in MI’KMAQ-HIEROGLYPHEN
Mi’kmaq ist die Sprache des gleichnamigen indigenen Volkes, dessen Siedlungsgebiet heute vor allem in Ostkanada liegt. Neben der gesprochenen Sprache entwickelte sich ein eigenes Schriftsystem, die sogenannten Mi’kmaq-Hieroglyphen. Die bildhaften Symbole, meist auf Birkenrinde gezeichnet, dienten über Generationen hinweg als Gedächtnisstützen für religiöse Texte und die Weitergabe von Wissen. Im Jahr 1866 erschien das erste gedruckte Buch in Mi’kmaq-Hieroglyphen, zusammengestellt vom Luxemburger Missionar Christin Kauder und gedruckt in Wien. Kauders Werk entstand im Kontext der Missionsliteratur des 19. Jahrhunderts, ist aber zugleich eine der frühesten systematischen Dokumentationen der Mi’kmaq-Hieroglyphen. Dadurch wurde ein Schriftsystem bewahrt, das sonst möglicherweise verloren gegangen wäre. Heute wird Kuders Arbeit als bedeutende Quelle für Sprach-und Kulturforschung betrachtet. Mi’kmaq ist nach wie vor eine lebendige Sprache. Auch wenn inzwischen meist das lateinische Alphabet verwendet wird, gehören die traditionellen Hieroglyphen fest zur Tradition der nahezu 60.000 Mi’kmaq. Sowohl anlässlich von Zeremonien wie etwa dem Festtag der Schutzpatronin Saint Anne am 26. Juli als auch im Alltag, z.B. auf Kunsthandwerk, Tätowierungen oder sogar Autokennzeichen, dienen sie als sichtbare Zeichen kultureller Identität und Zugehörigkeit. Preis der Marke: 2,40 Euro. Layout: binsfeld (LU). Druck: bpost Stamps Printing, Malines (BE). Auflage 25.000 Briefmarken. Ausgabetag: 05.05.2026.
30 Jahre Nationalmuseum für Naturgeschichte Luxemburg im Grund
Der Umzug des Nationalmuseums für Nuturgeschichte Luxemburg, auch bekannt als Naturmusée, im Jahr 1996 markiert einen wichtigen Wendepunkt in der Geschichte des Museums. Vor 30 Jahren verließ das Museum seinen langjährigen Standort am Fischmarkt in der Luxemburger Altstadt und bezog die neuen Räumlichkeiten im Stadtteil Grund. Ausschlaggebend für den Umzug war vor allem der starke Zuwachs der naturhistorischen Sammlungen sowie die wachsenden Aufgaben des Museums in den Bereichen Forschung, Bildung und Wissenvermittlung. Die bisherigen Räumlichkeiten, die sich das Naturmusée mit dem Nationalmuseum für Geschichte und Kunst geteilt hatte, waren zu klein geworden und entsprachen nicht mehr den modernen Anforderungen eines auf Publikumsverkehr und Vermittlungsangebote ausgerichteten Museums. Es fehlte an Platz für zeitgemäße Ausstellungen, geeignete Arbeitsräume für die Wissenschaftler und pädagogische Angebote. Bereits Ende der 1980er Jahre wurde die institutionelle Trennung der beiden Museen beschlossen. 1988 entstand das Nationalmuseum für Naturgeschichte als eigenständige Einrichtung. Kurz darauf fiel die Entscheidung, das historische Hospice Saint-Jean im Grund zu restaurieren und für museale Zwecke umzubauen. Mit dem Umzug 1996 konnte das Nationalmuseum für Nationalgeschichte sich als zentrale Institution in Luxemburg für die Erforschung der Bio- und Geodiversität sowie für die Vermittlung von Naturgeschichte und Naturwissenschaften etablieren. Preis der Marke: 1,20 Euro. Layout: Naturmusée (LU). Druck: bpost Stamps Printing, Malines (BE). Auflage: 25.000 Briefmarken. Ausgabetag: 05.05.2026. Einen Ersttagsstempel gibt es am 5. Mai 2026 am Philatelie Schalter in Luxembourg-Gare. Text: POST Philately, L-2992 Luxembourg.