„Eent Stéck Éisleker Kultur“

Mit feucht-kaltem Novemberwetter empfing der traditionsreiche „Haupeschmaart“ seine treuen Anhänger gestern bereits zum 23. Mal in Munshausen, wo erneut mehr als 80 Marktstände und Aussteller mit ihren Qualitätsprodukten und Spezialitäten auf die Besucher warteten. Der 1989 vom lokalen SI neubelebte, und nun erstmals vom „Tourist Center Clervaux“ organisierte Markt ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil der Hubertusverehrung in der Ardennenortschaft, die gestern denn auch zugleich ihren Kirchenpatron feierte.

Eins steht fest: Mieses Wetter kann den echten „Haupeschmaart“-Fan nicht erschüttern, streiften gestern doch trotz ungemütlicher Bedingungen erneut zahlreiche, wenn auch nicht ganz so viele Gäste wie gewohnt, durch die Gassen der Ortschaft, um sich von den Marktleuten, von Wild- und Fleischwaren über Winterkleidung und Jagdzubehör bis hin zum ein oder anderen Flohmarktschnäppchen, alles Mögliche anpreisen zu lassen.

Von „Gromperekéichelcher“
bis „Ënnenzopp“
Gegen die Kälte hatte derweil die Vereinswelt vorgesorgt, die an allen Ecken des Domaine touristique „a Robbesscheier“ mit „Gromperekéichelcher“, „Ënnenzopp“ und vielen anderen Leckereien lockte. Im Festzelt wurde bei traditioneller Kost und Musik so manch gemütliche Stunde verbracht und mitunter auch das Tanzbein geschwungen – ein Fest für alle Liebhaber der Öslinger Kultur und Tradition eben …

Traditionell war es auch bereits am Morgen zugegangen, als „Tourist Center“-Präsident André Joly und der delegierte Nachhaltigkeitsminister Marco Schank den „Haupeschmaart“ am alten Marktkreuz per doppeltem Handschlag eröffnet hatten, dies im Beisein zahlreicher Ehrengäste und unter den Klängen der „Fanfare Kiischpelt“.

Zuvor hatte Dechant Jos Roemen in der ehrwürdigen Munshausener Pfarrkirche den Gottesdienst zelebriert, gesanglich gestaltet von der Chorale Brachtenbach unter der Leitung von Inge Kirsch und begleitet von Arny Dentzer an der Orgel. Dechant Roemen rief die Gläubigen dabei auf, wie der heilige Hubertus, auf die Zeichen Gottes zu achten und selbst zu Jägern nach Frieden und Solidarität zu werden.

VON JOHN LAMBERTY