Absolute Weltklasse in Wrocław
to see more pictures.
Kaum zurück von der Semaine du Tir im elsässischen Cernay, blieb für Lyndon Sosa kaum Zeit zum Durchatmen: Nach nur anderthalb Tagen Heimaufenthalt ging die Reise bereits weiter nach Polen. In Wrocław stand mit dem International Poland Grand Prix in Kombination mit dem renommierten Perazzi Cup der nächste sportliche Härtetest auf dem Programm.
Nach zwei intensiven Trainingstagen und insgesamt fünf Trainingsserien (24, 24 sowie 22, 24, 25) startete der Wettkampf über die anspruchsvolle Distanz von 200 Wurfscheiben.
Der Auftakt in die Konkurrenz gelang nach Maß. Am ersten Wettkampftag legte Sosa mit einer perfekten 25er-Runde los und baute das Fundament mit weiteren Serien von 22 und 23 Treffern aus. Auch der zweite Tag begann ideal mit maximaler Ausbeute (25), ehe auffrischender Wind die Scheiben unberechenbar tanzen ließ und zu einem Dämpfer in Form einer 20er-Runde führte. Mit einer starken Finalrunde von 24 Treffern am dritten Tag kämpfte sich der Luxemburger Top-Schütze jedoch eindrucksvoll zurück an die Spitze.
Mit einem Gesamtergebnis von 185 von 200 Scheiben teilte er sich nach dem regulären Wettkampf den ersten Platz mit dem Polen Tomasz Pasierbski. Im anschließenden Stechen um den Gesamtsieg musste sich Sosa nach einem dramatischen 4:5 nur knapp geschlagen geben und sicherte sich verdient die Silbermedaille.
Sein Fazit fällt positiv aus: Die Feinabstimmung des neuen Schießstils trägt sichtbare Früchte.
Erfolge auch in der Team- und Damenwertung
Solide Vorstellung von Lena Bidoli
Lena Bidoli sicherte sich beim Perazzi Cup in Breslau mit insgesamt 177 Treffern einen starken 12. Rang. Nach einem überragenden Auftakt mit der vollen Punktzahl von 25 Scheiben in der ersten Runde bewies sie über die acht Durchgänge hinweg viel Stehvermögen. Insbesondere in den Runden fünf bis sieben zeigte sie mit Serie von 23, 23 und 24 Treffern noch einmal ihre Klasse und hielt im hochkarätig besetzten internationalen Teilnehmerfeld bestens mit.
In der Mannschaftswertung holte Sosa zusammen mit Frank Zaccagnini den 3. Platz (ringgleich mit dem 2. Rang).
Frank Zaccagnini belegte beim Perazzi Cup mit 174 Treffern den 17. Platz. Nach einem verhaltenen Start in der ersten Runde (17 Treffer) steigerte er sich stark und bewies Kampfgeist: Mit Serien von 24, 23, 23 und 22 Treffern zeigte er eine ausgesprochen konstante Leistung über den Rest des Wettkampfs und arbeitete sich im Gesamtklassement noch weit nach vorne.
Ebenfalls im Einsatz war Fred Jaeger, der das Ergebnis des Teams komplettierte. Mit Runden von 18, 20, 20, 19, 13, 16, 20 und 20 Treffern sammelte er über die Distanz von 200 Scheiben insgesamt 146 Treffer und belegte in der Endabrechnung den 65. Platz. Auch wenn im Laufe des Turniers der eine oder andere Durchhänger zu verbuchen war, bewies er Kampfgeist und schloss den Wettkampf mit zwei soliden 20er-Runden sauber ab.
Der Blick richtet sich nun nach vorne: Im September steht mit dem traditionellen Lion d’Or in Differdingen ein Heimspiel auf dem Programm, bevor im Oktober die Europameisterschaft im griechischen Malakasa den nächsten großen Höhepunkt bildet.