Unsere typischen Ackerwildkräuter: Kartierung in Vichten
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Im Auftrag der Gemeinde Vichten wurden 2025 in einem ersten Durchgang ein Teil der Äcker des Gemeindegebietes kartiert, ein zweiter Durchgang findet derzeit statt. Diese Kartierung wird der Gemeinde im Rahmen des Naturpakts angerechnet. Bei der Erfassung des Arteninventars konnten bisher bereits 14 gefährdete bis vom Aussterben bedrohte Ackerarten beobachtet werden wie die Ackerröte, das Ackerlöwenmaul, der Gezähnte Feldsalat oder der Glänzende Ehrenpreis.
Auf Grundlage von Kartierungen der wissenschaftlichen Abteilung des Naturschutzsyndikats SICONA lassen sich nicht nur Restvorkommen seltener Arten erfassen, sondern auch ihre aktuelle Gefährdung im regionalen und nationalen Maßstab einschätzen. Um die heute bedrohten Kräuter zu erhalten, ist eine extensivere Nutzung wichtig. Landwirte können dazu bei Förderprogrammen des Vertragsnaturschutzes mitmachen. Auf sogenannten Schutzäckern können die kleinen, seltenen Ackerarten weiterhin existieren und die Felder wieder etwas bunter machen.
Die gemeinsam mit den Feldfrüchten aufkommenden Pflanzenarten werden als Ackerwildkräuter bezeichnet. Sie haben leider oft einen schlechten Ruf – zu Unrecht! Denn die Mehrzahl der meist kleinen Wildkräuter ist ausgesprochen konkurrenzschwach und kommt zudem meist nur noch selten vor. Die Begleiter unserer Nutzpflanzen kommen heute infolge intensivierter Ackernutzung und des üblich gewordenen Einsatzes von Herbiziden fast nur noch an den Ackerrändern vor. Buntblühende Äcker sind selten geworden und zahlreiche der einst typischen Ackerwildkräuter müssen heute mühsam gesucht werden.
Der nationale „Aktionsplan zur Förderung der Ackerwildkrautflora Luxemburgs“ sieht 10 Ziele und 88 Handlungsempfehlungen vor, die in enger Zusammenarbeit mit den Landwirten umgesetzt werden sollen, um bedrohte Ackerwildkräuter zu fördern und ihren wertvollen Beitrag zum Boden-, Wasser- und Klimaschutz langfristig zu sichern.