Auf Einladung von Nico Thill trafen sich vor kurzem 24 Luxemburger, die 1943 in das Lager 112 nach Schlauphof in Niederschlesien umgesiedelt worden waren, zu ihrem 28. Konveniat im „Restaurant Infalt“ in Diekirch.
Rund 300 Luxemburger wurden mit sechs Umsiedlungszügen ab dem 23. Juni 1943 ins Umsiedlungslager 112 nach Schlauphof, etwa zwölf Kilometer von Liegnitz (heute Legnica/Polen), entfernt überführt. In dem alten Zisterzienserkloster mussten sich bis zu 35 Personen die unterschiedlich großen Zimmer teilen. Nach einer anfangs dreiwöchigen Lagersperre wurde den arbeitsfähigen Lagerinsassen Arbeit zugewiesen, dies u. a in den „Gemawerken“ (Geheimbetrieb in Wahlstatt), bei der Liegewitz-Rawitscher-Eisenbahn, als Arbeiter auf Zuckerrübenfeldern oder als Schreiber bei der Polizei. Mehrere junge Frauen kamen zur Straßenbahn, zwei von ihnen wurden im Lager als Schreibhilfen eingestellt, derweil den Kindern sogar der Schulbesuch ermöglicht wurde.
Das Lager 112 wurde im Januar 1944 aufgelöst und die Insassen wurden in die Lager Boberstein, Wallisfurth, Marklissa und Wartha aufgeteilt. Seit dem 14. Oktober 1973, als das erste Konveniat in Clerf stattfand, treffen sich die ehemaligen Insassen des Lagers mehr oder weniger regelmäßig. (Text/Foto: A. WAGNER)
Rund 300 Luxemburger wurden mit sechs Umsiedlungszügen ab dem 23. Juni 1943 ins Umsiedlungslager 112 nach Schlauphof, etwa zwölf Kilometer von Liegnitz (heute Legnica/Polen), entfernt überführt. In dem alten Zisterzienserkloster mussten sich bis zu 35 Personen die unterschiedlich großen Zimmer teilen. Nach einer anfangs dreiwöchigen Lagersperre wurde den arbeitsfähigen Lagerinsassen Arbeit zugewiesen, dies u. a in den „Gemawerken“ (Geheimbetrieb in Wahlstatt), bei der Liegewitz-Rawitscher-Eisenbahn, als Arbeiter auf Zuckerrübenfeldern oder als Schreiber bei der Polizei. Mehrere junge Frauen kamen zur Straßenbahn, zwei von ihnen wurden im Lager als Schreibhilfen eingestellt, derweil den Kindern sogar der Schulbesuch ermöglicht wurde.
Das Lager 112 wurde im Januar 1944 aufgelöst und die Insassen wurden in die Lager Boberstein, Wallisfurth, Marklissa und Wartha aufgeteilt. Seit dem 14. Oktober 1973, als das erste Konveniat in Clerf stattfand, treffen sich die ehemaligen Insassen des Lagers mehr oder weniger regelmäßig. (Text/Foto: A. WAGNER)