Basket Esch macht Rückstand von 16 Punkten wett

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt. Dicht können Erfolg und Niederlage beieinander liegen. Zolver sah trotz klassischen Fehlstarts bereits wie der sichere Sieger aus, führte mit einem Vorsprung von 16 Punkten und gab in den Schlussminuten noch einen sicher geglaubten Erfolg aus der Hand. In den letzten 4' verwandelte Basket Esch durch einen 10:0-Lauf einen 83:89-Rückstand in einen 93:89-Erfolg.

Höhen und Tiefen auf beiden Seiten sollten diese Begegnung prägen. In der Tat leistete sich Zolver einen Fehlstart völlig ungewohnter Art. Nach knapp 3' lagen die Gäste aus Esch nämlich bereits mit elf Punkten in Front: 12:1! Spielmacher Schammo leitete die Aufholjagd ein. Die Reboundstärke von Ulmer sowie die Einwechslung von Hemmen verhalfen zu einem 20:2 bei 21:14 und forderten Esch zu einer Reaktion heraus. Das Spiel wurde jetzt von Esch mehr in den Rebound verlagert. Vor allem Svitek wusste sich immer wieder durchzusetzen. Die 10:0-Antwort bescherte Esch erneut eine Führung und zwar mit 24:21. Ulmer auf der einen und Reichel auf der anderen Seite stellten beim Pausenstand von 43:43 einen spannenden zweiten Durchgang in Aussicht.

Mit einer Zonenverteidigung und einem treffsicheren Controguerra eröffnete Zolver die zweite Spielhälfte. Basket Esch wurde regelrecht überlaufen und konnte sich trotz Größenvorteilen ebenfalls im Rebound nicht wehren. Durch einen 12:0-Lauf stieg der Unterschied bei 61:47 auf 14 Punkte an. Dann erst besann sich Esch auf die Reboundstärke von M. Rajniak und Svitek. Das technische Foul von Letzterem machte jedoch vorerst alle Aufholversuche von Esch zunichte. Mit 16 Punkten im Hintertreffen entschied sich Gästecoach Franck Mériguet zu einer Pressdeckung. Das schier Unvorstellbare sollte noch eintreten. Nach Ballverlusten von Zolver befand sich Esch durch einen Dreier von P. Rajniak bei 88:83 wieder in Reichweite. Zweimal ließ Zolver die 24"-Grenze verstreichen ohne zum Abschluss zu kommen. Völlig verunsichert gelang Zolver in den letzten 4' kein einziger Punkt mehr. Dagegen glich Reichel 50" vor dem Abpfiff zum 89:89 aus. Freiwürfe von J. Biever (13" vor Schluss) und M. Rajniak stellten den kaum noch für möglich gehaltenen Erfolg von Basket Esch sicher. (fs)

Zolver - Basket Esch 89:93

ZOLVER: 32 Körbe, davon 7 à 3 P., 8/10 + 10/13 Freiwürfen, 7+11 Fehler – Unsportliches Foul: 39.' Jorssen

Weyland 8+12, Schammo 9+4, Controguerra 0+11, Jorssen 5+4, Ulmer 15+11, dann: Hemmen 2+4, Berthlé 4+0

BASKET ESCH: 35 Körbe, davon 6 à 3 P., 2/4 + 15/19 Freiwürfen, 6+10 Fehler – Technisches Foul: 29.' Svitek – 37.' P. Biever ausgeschieden

J. Biever 4+7, P. Biever 0+2, Reichel 19+11, M. Rajniak 8+14, Svitek 12+11, dann: P. Rajniak 0+5, Kesseler 0, Rodenbourg 0

Besondere Vorkommnisse: Peter Rajniak stellte sich nach einer Verletzungspause von zwei Jahren erneut für Basket Esch zur Verfügung. Reichel weiterhin für Reimond auf der Ausländerposition.

Zwischenstände: 5.' 8:14, 10.' 21:20, 15.' 32:32, Halbzeit: 43:43, 25.' 59.47, 30.' 74:61, 35.' 85:78

Maximaler Vorsprung: Zolver +16 (72:56), Basket Esch +11 (1:12)

Schiedsrichter: Mouton, Marchal, Hetting

Zuschauer: 610 zahlende