„Pak eng Hand un – gëff Bénévole“

Kürzlich hatte das „RBS Center fir Altersfroen“ zum Auftakt des Europäischen Jahres des Ehrenamtes in das „Centre Nicolas Braun“ nach Hesperingen eingeladen. „Das Benevolat können wir nicht hoch genug schätzen“, betonte Bürgermeister Marc Lies in seiner Begrüßungsansprache in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Saal. Doch das Ehrenamt stoße langsam aber sicher an seine Grenzen, so der Redner, der auf den Zivilschutz und die Feuerwehrdienste verwies.

Marie-Thérèse Gantenbein, Präsidentin des RBS, sah in jedem Senior einen Multiplikator, der seine Erfahrungen, sein Wissen, sein Interesse an einen anderen Senior weitergibt nach dem Motto „Senioren helfen Senioren“.

Jacques Küntziger, Direktionsrat im Familienministerium, referierte anschließend zum Thema „Nationale Koordination des Europäischen Jahres des Ehrenamtes“. Gibt es eine Krise im Benevolat? „Nein, so der Redner, aber es gibt ein Umdenken. Das Ehrenamtliche macht man teils für sich, teils für andere und zuletzt zusammen.“ Des Weiteren verfolgte der Redner drei Ziele: die Sensibilisierung für das Benevolat; die Rekrutierung für das Benevolat und die Anerkennung für die Ehrenamtlichen.

Ferner teilte Jacques Küntziger mit, dass das Ministerium die Kampagne für das Benevolat unter dem Motto „Pak eng Hand un – gëff Bénévole“ organisiert hat und dass die Autorin Monique Philippart beauftragt wurde, ein Jugendbuch zum Thema „Benevolat und Integration“ zu schreiben.

Anschließend nahm Diplom-Pädagoge Franz Josef Euteneuer die Zuhörer mit auf eine lustige Entdeckungsreise in deren Innerstes, um dort verborgene Schätze aufzuspüren. Eutener ist seit rund 25 Jahren Leiter des „Haus Franziskus“ in Trier. Er selbst bezeichnet sich als „Begegnungs-Visagist“ und gerontologischer Kabarettist einer „Verrücker-Agentur“. Er bewegt seit vielen Jahren Menschen in allen Altersgruppen und aus jeden Berufen dazu, sich ehrenamtlich einzubringen, mitzugestalten und mitzubewegen. Es gelang ihm immer wieder, seine Zuhörer durch seine besondere Mixtur von witzigen Geschichten, Gleichnissen und tieferen Gedanken in eine Welt zu entführen, um neue Impulse zu geben und die eigenen Ressourcen zu entdecken.

Im Anschluss an die Vorträge überreichte Marie-Thérèse Gantenbein als Anerkennung ein Buch an die 50 RBS-Ehrenamtlichen, die im Laufe eines Jahres ihr wichtigstes Gut geschenkt hatten – ihre Zeit.
(Text/Foto: G.L.)