Tausende Besucher auf dem 22. „Munzer Haupeschmaart“

Der „Munzer Haupeschmaart“ ist bereits seit 22 Jahren eine Tradition, aber er ist weit davon entfernt, Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Davon konnten sich die Tausenden Besucher bei überaus angenehmen äußeren Bedingungen (am Nachmittag kam bei 20 Grad sogar Frühlingsstimmung auf) auch gestern Sonntag im schmucken Öslinger Dorf wieder überzeugen.

Rund um die „Robbesscheier“ und den „Sammeshaff“ ging es nämlich wieder quicklebendig zu, sei es um feilgebotene Waren an den über 80 Ständen zu kaufen oder einfach nur bei geselligem Zusammensein unter Freunden ein Gläschen zu trinken.

Die 22. Ausgabe des „Haupesch-maart“ wurde nach der morgendlichen Messe gegen 10.45 Uhr beim Marktkreuz „Um Brill“ von André Joly, Präsident des organisierenden lokalen Verschönerungsvereins, und Minister Romain Schneider, der Ministerin Marie-Josée Jacobs vertrat, nach alter Tradition mit einem doppelten Handschlag offiziell eröffnet. Dieses Marktkreuz zeugt von der Bedeutung des schon in früheren Zeiten über die Grenzen des Großherzogtums hinaus bekannten Markts, als es noch zu den Pflichten der Clerfer Grafenschaft gehörte, den Markt zu eröffnen und für einen geordneten Ablauf zu sorgen.

Äußerst vielfältiges Angebot

Nachdem André Joly in seiner Willkommensansprache darauf hingewiesen hatte, dass dies das erste Fest in der neuen Gemeinde Clerf sei, unternahmen die Ehrengäste, unter denen sich auch die Nordabgeordneten Emile Eicher, Ali Kaes, André Bauler und Fernand Etgen befanden, einen Rundgang über den Markt und konnten sich von dem äußerst vielfältigen Angebot überzeugen. Sie erlebten dabei ein wahres Festival rundum regionale Traditionen und Produkte, vielfältige Düfte und Aromen, Aktionsstände, Spezialitäten und Besonderheiten der Region, Holzspielsachen, Essig und Öle bis hin zum Kunsthandwerk.

Auch Flohmarktliebhaber kamen auf ihre Kosten: von alten Comics bis zur zerbeulten Kaffeekanne war alles zu finden. Daneben boten die professionellen Marktleute Schuhe, Mützen, Kleider, Obst, Käse, Wurstwaren und Haushaltsartikel an.

Im Museumsladen des Tourist Center lag derweil eine Vielzahl an regionalen Köstlichkeiten aus: Nudeln, Mehl, Honig, frische Fleischwaren, „Loumellen“, Plätzchen, Schokolade, Luxemburger Weine und Schnäpse, eine breite Palette an Pflegeprodukten wie Seifen, Shampoos und Cremes sowie Heilkräuter, Tinkturen und viele schöne Geschenkideen.

Nach dem Motto „Never change a winning team“ waren es auch diesmal wieder die niederländische Bigband „Johny T and the Half Souls“, das Duo „Los Figaros“ und der Leierkastenmann Rainer Hastenrath, die für beste Stimmung sorgten. (Nico Muller)