Als die Kirmes noch drei Tage dauerte

Als die Kirmes noch drei Tage dauerte

Im Seniorenklub Canach wurden alte Kirmesgeschichten lebendig

Canach. Wenn von der Kirmes die Rede ist, werden Erinnerungen wach: an gut besuchte Gaststätten und volle Festsäle, Tanzmusik, den Kirmesbummel mit der Familie und ausgelassene Festtage. Auch im Seniorenklub Canach stand diese liebgewonnene Dorftradition im Mittelpunkt eines geselligen Nachmittags, den der ehrenamtliche Vorstand mit viel Herzblut organisiert hatte. Bei Kaffee und Kuchen, angeregten Gesprächen und natürlich den traditionellen Leckereien „Kiermeskuch a Kiermesham“ kamen die Seniorinnen und Senioren zusammen, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen.

Bei angeregten Gesprächen wurden längst vergangene Kirmesfeste wieder lebendig. Ob der traditionelle Kirmesbesuch mit der Familie, Erlebnisse aus der eigenen Kindheit oder Geschichten von früheren Festen im Dorf – so manche Anekdote sorgte für ein Schmunzeln und weckte schöne Erinnerungen. Tiny Gelhausen erinnerte daran, dass die Kirmes am Dienstag mit einer feierlichen Zeremonie und der symbolischen Beerdigung endete.

Dabei zeigte sich einmal mehr, wie eng persönliche Erlebnisse mit der Geschichte eines Dorfes verbunden sind. Die Kirmes ist eben weit mehr als nur ein jährlicher Festtermin. Sie gehört zur gemeinsamen Vergangenheit und prägt bis heute das Zusammenleben in Canach. Gerade für ältere Menschen haben solche Begegnungen einen besonderen Stellenwert. Sie bringen Abwechslung in den Alltag, lassen vertraute Traditionen aufleben und bieten Gelegenheit zum Austausch. Vor allem aber vermitteln sie das Gefühl, dazuzugehören und Teil einer Gemeinschaft zu sein.

So wurde die Kirmes im Seniorenklub zu einer kleinen Zeitreise, die nicht nur schöne Erinnerungen zurückbrachte, sondern auch das Miteinander im Hier und Jetzt stärkte. Denn Dorftraditionen bleiben vor allem dann lebendig, wenn Menschen ihre Erlebnisse miteinander teilen und an die nächste Generation weitergeben.

Romain Welter via mywort