Die verlorene Freude am sportlichen Schwimmen
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LASEP-Schwimmfest zeigt Defizite im Schwimmen auf
Cents. Fast jedes zweite zehnjährige Kind kann in Luxemburg nicht sicher schwimmen, eine besorgniserregende Entwicklung, die sich seit Jahren kontinuierlich verstärkt. Gleichzeitig aber bleibt die Faszination für Wasser ungebrochen: Planschen, Rutschen und freies Spielen stehen im Vordergrund, während das Erlernen sauberer Schwimmtechniken vielfach vernachlässigt wird.
Diese Diskrepanz zwischen Begeisterung und tatsächlicher Fähigkeit birgt erhebliche Risiken, insbesondere mit Blick auf die Sicherheit im Wasser. Die Ligue des Associations Sportives de l’Enseignement Fondamental (LASEP) fordert daher verstärkte Anstrengungen, um Kindern frühzeitig und flächendeckend Schwimmkompetenz zu vermitteln.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das LASEP-Schwimmmeeting für Schülerinnen und Schüler der C3- und C4-Klassen besondere Bedeutung: Es setzt nicht nur sportliche Akzente, sondern rückt auch die wichtige Aufgabe in den Fokus, Kindern wieder mehr Freude am sportlichen Schwimmen zu vermitteln.
In diesem Jahr bestätigte die geringe Teilnehmerzahl in Cents die berechtigten Sorgen. Während die Veranstaltung früher großen Zuspruch fand, waren diesmal nur sechs LASEP-Sektionen am Start. Lediglich 64 Schwimmerinnen und Schwimmer traten in Viererteams, jeweils mit mindestens einem Mädchen und einem Jungen, in verschiedenen Staffeln und Alterskategorien gegeneinander an und kämpften um die ersten Plätze. Nicht alle glitten technisch sauber durchs Wasser. Zwar blitzte vor allem im Kraul bei einigen ein ansprechender Stil auf, doch insgesamt dominierte der Kampf gegen die Bahn. Mit kraftvollem Beinschlag, spritzendem Wasser und unbändigem Einsatzwillen erreichten so manche das Beckenende eher kämpferisch als elegant.
Aber gerade die Mischung aus Ehrgeiz, Lernbereitschaft und sichtbaren Fortschritten machte den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Jeder Meter wurde hart erkämpft, und jeder Anschlag am Beckenrand lautstark bejubelt. Am Ende durften sich die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten über einen Pokal freuen, doch Applaus und Anerkennung hatten sich alle redlich verdient.
Bei den Debütants setzte sich Team 1 aus Berburg eindrucksvoll an die Spitze und verwies Cents sowie Berburg 2 auf die Plätze zwei und drei. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und viel Einsatz sicherten sie sich verdient den goldenen Pokal.
Noch spannender verlief der Wettbewerb bei den Scolaires: In einem packenden Finale konnte sich Team 2 aus Cents hauchdünn durchsetzen. Harlange belegte einen starken zweiten Platz, gefolgt von Cents 1 auf Platz 3.