Wenn Marienlieder Spuren von Haselnüssen enthalten können


Ausflug der Chorale Sainte-Cécile Fetschenhof-Cents führt nach Girsterklaus


Der älteste Marienwallfahrtsort Luxemburgs war Ziel des diesjährigen Ausflugs der Mitglieder der Chorale Sainte-Cécile Fetschenhof-Cents. So pilgerten die Sängerinnen und Sänger des 1968 gegründeten Kirchenchores zum Gnadenbild der Girsterklaus. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Madonna, die unter dem Vokabel "Muttergottes vun der Hieselterheck" verehrt wird, gehört zu den kunsthistorisch originellsten Gnadenbildern unseres Landes. Während einer Führung konnten die Sängerinnen und Sänger die Legende des Ritters Elbert von Clerf sowie die Besonderheiten des Gnadenortes in Erfahrung bringen. Als "Poliklinik von Schutzheiligen" bezeichnete der Dirigent das Kleinod von Girsterklaus, sind die zahlreichen Heiligenstatuen doch Ausdruck der Volksfrömmigkeit.

Im Pilgerbüchlein der Wallfahrtsstätte sind einige Lieder aus der Feder des Gründers des Centser Cäcilienvereins Laurent Drees enthalten, wo der Pfarrer-Musiker die "Haselnuss-Madonna" in seine Marienhymnen hineinkomplimentiert hat. "Dass alles stets miteinander vernetzt ist und die Trösterin der Betrübten, die Schwarze Notmuttergottes oder die 'Hieselter Madonna' doch immer die gleiche Muttergottes bleibt, die unter verschiedenen Namen angerufen wird, davon zeugen die Marienlieder von Laurent Drees und Mathias Feider: Text und Melodie bleiben identisch, nur der Ehrentitel wechselt", so der Dirigent. Mit freudigem Herzen wurde in drei Pilgerlieder zur Madonna von Girsterklaus eingestimmt bevor mit Biwers "Léif Mamm" allen verstorbenen Sängerinnen und Sängern gedacht wurde bzw. jene Mitglieder eingeschlossen wurden, die krankheitsbedingt nicht an der Exkursion teilnehmen konnten. Anschließend fuhr die pilgernde Sängerschar nach Bech, wo ein feines Mittagessen serviert wurde.