Hoffnung fir d'Kanner vun d'Tschernobyl - 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Neulich fand die jährliche Hauptversammlung der Vereinigung für humanitäre Hilfe "Hoffnung fir d'Kanner vun d'Tschernobyl" im Centre Polyvalent in Aspelt statt.
Präsident Georges May begrüsste die Mitglieder des Vereins, den Vorstand, sowie als Ehrengast Herrn Carlo Heuertz, Schöffe der Gemeinde Frisingen.

Er erinnerte vorab daran, dass sich vor fast genau 40 Jahren der schwerste Reaktorunfall der Menschheit ereignete, und zwar in der Nacht zum 26. April 1986. Auch vier Jahrzehnte nach dieser Atomkatastrophe sind die betroffenen Gebiete in Belarus sowie in der Ukraine immer noch stark betroffen, auch wenn die Natur- und Tierwelt sich mittlerweile scheinbar erholt hätten. Aber durch den seit mittlerweile über vier Jahre andauernden Krieg in der Ukraine wird auf ein Neues radioaktive Materie durch Raketen- und Drohnenangriffe in die Luft geschleudert. Sogar der neue Sarkophag über dem havarierten Atomreaktor in Tschernobyl wurde schwer getroffen und stark beschädigt, so dass neue Verseuchung durch atomares Material zu befürchten sei. Somit könne der "Fall Tschernobyl" in keinster Weise ad acta gelegt werden. Der Mensch scheint es nicht gelernt zu haben, waren es damals schwerwiegende Bedienungsfehler, so sind es heute kriegerische Handlungen die mit Willkür und Respektlosigkeit ihresgleichen suchen.


Darüber hinaus erlaube es die gespannte Lage in Belarus immer noch nicht, Projektreisen in die betroffenen Gebiete zu organisieren, sodass Hilfe vor Ort nur schwer oder gar nicht umzusetzen sei. Die gute Zusammenarbeit mit dem Internationalen Hilfswerk Ost-Europa-Hilfe "Triumph des Herzens" ermögliche es dennoch, Hilfe in einem betroffenen Kinderkrankenhaus in Zhytomyr nahe Kiev zu leisten.


Abschliessend bedankte sich der Vorsitzende bei der Gemeinde Frisingen für die grosszügige Unterstützung, sowie bei allen Gönnern und Mitgliedern des Vereins.

Ferner bedankte er sich auch beim Vorstand für die kollegiale Zusammenarbeit.


Vize-Präsidentin und Kassiererin Marie-Jeanne Schmit ging ihrerseits im Detail auf die geleisteten Hilfen ein und erläuterte den anwesenden Mitgliedern Natur und Wert der gespendeten Hilfsmittel. Sie erinnerte daran, dass immer noch dringend Hilfe vor Ort benötigt werde und appelierte daran, dass Spenden weiterhin stets willkommen seien.


Die Kassiererin konnte in ihrem Kassenbericht mit gesunden Zahlen aufwarten, sodass auch in Zukunft tatkräftig Hilfe geleistet werden kann.

Der Kassiererin wurde anschliessend durch die Kassenrevisoren und die anwesenden Mitglieder Entlastung gewährt.


Der Jahresbeitrag für Mitglieder beträgt auch dieses Jahr weiterhin 10€ , darf jedoch nach Gutdünken nach oben als Spende angepasst werden.


Im Vorstand gab es keine Veränderungen, sodass er wie folgt bestehen bleibt:

Präsident und Sekretär Georges May, Vize-Präsidentin und Kassenwart Marie-Jeanne Schmit, sowie die Mitglieder Michel Gales, Jeanne Kneip und Jeanne Schaack.


Nach einer Schecküberreichung in Höhe von 1.250€ durch den Hamsterkuerf an die Vereinigung, zu welcher man sich sehr herzlich bei Jeanne Kneip bedankte, wurde die Jahreshauptversammlung bei einer freien Aussprache, sowie einem Schnittchen und einem Gläschen freundschaftlich beendet.