Engagement Marias gewürdigt
Pastoraljahr für die Region Süden eingeläutet
Am Sonntag (19.September) fand die Wallfahrt der Pastoralregion Süden zur „Léiffrächen“ in Kayl statt. Sie wird jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem 15. September, dem Fest der sieben Schmerzen Marias, organisiert. Gleichzeitig wurde das neue Pastoraljahr für die Region Süden eingeläutet.
Die Geschichte der „Léiffrächen“ ist über 250 Jahre alt. 1753 fand der Arbeiter Peping bei Waldarbeiten eine 30 Zentimeter große Muttergottesstatue aus Holz in einem hohlen Baum.
Mit seinem Sohn schuf er eine Nische, in der er sie aufstellte. 1876, mehr als ein Jahrhundert nach dem Fund der Statue, war die Felsnische verwittert. An der gleichen Stelle baute man eine kleine Kapelle, in der in der Nacht zum 19. Mai 1901 Feuer ausbrach. Dabei wurde die Kapelle größtenteils zerstört. Auch die Statue fiel den Flammen zum Opfer. Sie wurde ersetzt durch eine Statue der schmerzhaften Muttergottes aus Terrakotta, die Pfarrer Jean Kaiffer in Trier erwarb.
Bereits 1915 musste Pfarrer Jean-Pierre Kayser eine neue Statue in Auftrag geben. Dechant Pierre Nommesch nahm die Einsegnung im Mai 1915 in Anwesenheit von etwa 4 000 Pilgern vor. 1936 wurde unter Pfarrer Jos. Dupong eine neue, größere Grotte aus Eisenerzstein gebaut. An Christi Himmelfahrt 1937 wurde die vierte und letzte Statue von Mgr. Jean Origer, der 1942 im KZ Dachau starb, eingesegnet. Die Statue aus der Werkstatt Nickels-Bomb ist aus Eichenholz.
Am 200. Jahrestag der Auffindung der Statue wurde 1953 eine große Feier organisiert. Seit dem 26. Juli 1953 ist die „Léiffrächen“ auch offiziell die Schutzpatronin aller Bergleute. Bei der gleichen Gelegenheit wurde der Grundstein für das nationale Grubenarbeiterdenkmal auf dem gegenüberliegenden Hügel gelegt. Es wurde 1957 fertig gestellt. Im Ehrenhof des Denkmals sind die Namen der mehr als1 400 Bergleute, die in der über 100-jährigen Geschichte des Eisenerzabbaus in Luxemburg bei ihrer schweren Arbeit unter oder über Tage ums Leben kamen, eingemeißelt.
Die „Léiffrächen“ bei Kayl ist seit jeher ein über die Region hinaus bekannter Wallfahrtsort. Besonders während des Zweiten Weltkriegs suchten hier viele Väter und Mütter von Zwangrekrutierten Trost.
Vor der Wallfahrt am Sonntag stimmten sich die Pilger in der Pfarrkirche von Kayl auf die Feier ein. Anschließend führte eine Prozession zur „Léiffrächen“. Eine zweite Gruppe kam vom Kayler Poteau. Danach wurde gemeinsam ein konzelebriertes Hochamt vor der Grotte gefeiert. Dechant Raymond Streweler begrüßte die zahlreichen Gläubigen zu dem Gottesdienst, den er gemeinsam mit den Geistlichen aus der Pastoralregion zelebrierte. Er rief die Anwesenden auf, auch die ausländischen Gläubigen in die christliche Gemeinschaft aufzunehmen. Die Predigt hielt in diesem Jahr der Pfarrer von Niederkerschen, Marcel Pündel. Er erklärte, dass viele Menschen die „Léiffrächen“ aufsuchen, weil sie in ihr eine gute Fürsprecherin auf ihrem Lebensweg erkennen. Auch würdigte er das Engagement von Maria, die es Gott erlaubte, in der Gestalt von Christus auf die Welt zu kommen. Pfarrer Marcel Pündel erinnerte aber auch in Dankbarkeit an die, die bei ihrer schweren Arbeit in den Eisenerzgruben ums Leben kamen. Mit der Kollekte der Messe wird sich die Pastoralregion Süden in diesem Jahr am CSI-Projektland Vietnam beteiligen, einem Sozialprojekt des Pfarrverbands Kayl. (rsd)
Pastoraljahr für die Region Süden eingeläutet
Am Sonntag (19.September) fand die Wallfahrt der Pastoralregion Süden zur „Léiffrächen“ in Kayl statt. Sie wird jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem 15. September, dem Fest der sieben Schmerzen Marias, organisiert. Gleichzeitig wurde das neue Pastoraljahr für die Region Süden eingeläutet.
Die Geschichte der „Léiffrächen“ ist über 250 Jahre alt. 1753 fand der Arbeiter Peping bei Waldarbeiten eine 30 Zentimeter große Muttergottesstatue aus Holz in einem hohlen Baum.
Mit seinem Sohn schuf er eine Nische, in der er sie aufstellte. 1876, mehr als ein Jahrhundert nach dem Fund der Statue, war die Felsnische verwittert. An der gleichen Stelle baute man eine kleine Kapelle, in der in der Nacht zum 19. Mai 1901 Feuer ausbrach. Dabei wurde die Kapelle größtenteils zerstört. Auch die Statue fiel den Flammen zum Opfer. Sie wurde ersetzt durch eine Statue der schmerzhaften Muttergottes aus Terrakotta, die Pfarrer Jean Kaiffer in Trier erwarb.
Bereits 1915 musste Pfarrer Jean-Pierre Kayser eine neue Statue in Auftrag geben. Dechant Pierre Nommesch nahm die Einsegnung im Mai 1915 in Anwesenheit von etwa 4 000 Pilgern vor. 1936 wurde unter Pfarrer Jos. Dupong eine neue, größere Grotte aus Eisenerzstein gebaut. An Christi Himmelfahrt 1937 wurde die vierte und letzte Statue von Mgr. Jean Origer, der 1942 im KZ Dachau starb, eingesegnet. Die Statue aus der Werkstatt Nickels-Bomb ist aus Eichenholz.
Am 200. Jahrestag der Auffindung der Statue wurde 1953 eine große Feier organisiert. Seit dem 26. Juli 1953 ist die „Léiffrächen“ auch offiziell die Schutzpatronin aller Bergleute. Bei der gleichen Gelegenheit wurde der Grundstein für das nationale Grubenarbeiterdenkmal auf dem gegenüberliegenden Hügel gelegt. Es wurde 1957 fertig gestellt. Im Ehrenhof des Denkmals sind die Namen der mehr als1 400 Bergleute, die in der über 100-jährigen Geschichte des Eisenerzabbaus in Luxemburg bei ihrer schweren Arbeit unter oder über Tage ums Leben kamen, eingemeißelt.
Die „Léiffrächen“ bei Kayl ist seit jeher ein über die Region hinaus bekannter Wallfahrtsort. Besonders während des Zweiten Weltkriegs suchten hier viele Väter und Mütter von Zwangrekrutierten Trost.
Vor der Wallfahrt am Sonntag stimmten sich die Pilger in der Pfarrkirche von Kayl auf die Feier ein. Anschließend führte eine Prozession zur „Léiffrächen“. Eine zweite Gruppe kam vom Kayler Poteau. Danach wurde gemeinsam ein konzelebriertes Hochamt vor der Grotte gefeiert. Dechant Raymond Streweler begrüßte die zahlreichen Gläubigen zu dem Gottesdienst, den er gemeinsam mit den Geistlichen aus der Pastoralregion zelebrierte. Er rief die Anwesenden auf, auch die ausländischen Gläubigen in die christliche Gemeinschaft aufzunehmen. Die Predigt hielt in diesem Jahr der Pfarrer von Niederkerschen, Marcel Pündel. Er erklärte, dass viele Menschen die „Léiffrächen“ aufsuchen, weil sie in ihr eine gute Fürsprecherin auf ihrem Lebensweg erkennen. Auch würdigte er das Engagement von Maria, die es Gott erlaubte, in der Gestalt von Christus auf die Welt zu kommen. Pfarrer Marcel Pündel erinnerte aber auch in Dankbarkeit an die, die bei ihrer schweren Arbeit in den Eisenerzgruben ums Leben kamen. Mit der Kollekte der Messe wird sich die Pastoralregion Süden in diesem Jahr am CSI-Projektland Vietnam beteiligen, einem Sozialprojekt des Pfarrverbands Kayl. (rsd)