Ein neues Abkommen zwischen dem Ministerium und der Fondation Follereau
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Luxemburg, den 27. Februar 2026 – Anlässlich des Internationalen Tages der NGOs hat die Fondation Follereau Luxembourg (FFL) ein neues Finanzierungsabkommen mit dem Ministerium für Auswärtige und Europäische Angelegenheiten, Verteidigung, Zusammenarbeit und Außenhandel (MAE) unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand in Anwesenheit des Ministers für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe, Herrn Xavier Bettel, statt. Dieses erneuerte Vertrauen ermöglicht es der FFL, ihr Engagement in fünf afrikanischen Ländern von 2026 bis 2030 fortzusetzen.
60 Jahre Engagement für die am stärksten gefährdeten Menschen
Das Jahr 2026 steht auch im Zeichen des 60-jährige Bestehens der Fondation Follereau. Sechs Jahrzehnte humanitären Engagements für die Inklusion und Selbstbestimmung der am stärksten benachteiligten Gemeinschaften. Dank dieses langjährigen Engagements verfügt die FFL über eine solide Erfahrung, um sicherzustellen, dass die Unterstützung - sei es aus öffentlichen Mitteln oder aus privaten Spenden - direkt den Begünstigten zugutekommt. Im Laufe der Jahre hat die FFL ein vertrauensvolles Netzwerk mit lokalen Partnern aufgebaut, die Projekte vor Ort entwickeln und umsetzen und so die Zuverlässigkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen gewährleisten. Ob es sich um den Bau einer Geburtsklinik in Benin oder um die Früherkennung vernachlässigter Tropenkrankheiten in Guinea oder in der Zentralafrikanischen Republik handelt, die begünstigten Gemeinschaften stehen im Mittelpunkt und werden in jedes Projekt einbezogen, sodass die Nachhaltigkeit der Maßnahmen gewährleistet wird.
Konkrete Ergebnisse für 2026–2030
In den nächsten fünf Jahren wird die FFL ihre Unterstützung in ihren drei Kompetenzbereichen fortsetzen: Verbesserung der Gemeindegesundheit, berufliche Ausbildung und Kinderschutz. Dies wird durch einen übergreifenden Ansatz begleitet, der Umwelt-, Geschlechter- und Menschenrechtsfragen berücksichtigt. Bis 2030 wird die FFL insbesondere den Bau von 16 neuen Gesundheitszentren in Benin und Togo sowie von 13 Wasserversorgungsanlagen zur Verbesserung des Trinkwasserzugangs in ländlichen Gebieten ermöglichen. Darüber hinaus werden Tausende von Menschen informiert und sensibilisiert, damit sie die Herausforderungen rund um ihre Gesundheit besser verstehen. In Benin, der Elfenbeinküste und Togo werden Hunderte benachteiligte Jugendliche in zukunftsträchtigen Berufen ausgebildet, und mehr als 650 Kinder, die Opfer von Menschenhandel wurden, werden betreut und begleitet, um ihnen den Wiedereinstieg in das Schulsystem oder in eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zudem werden drei neue Ausbildungszentren entstehen, fünf neue Gemüseanbauflächen angelegt und 1.000 landwirtschaftliche Akteure an einem Ausbildungsprogramm sowie an unternehmerischem Coaching teilnehmen. All dies sind konkrete Ergebnisse, die darauf abzielen, die lokalen Kapazitäten nachhaltig zu stärken und den jungen Generationen Zukunftsperspektiven zu bieten.
Eine geteilte Verantwortung
Im Jahr 2026 sollte es nicht länger vorkommen, dass eine Mutter ihr Kind verliert, weil sie keinen Zugang zu einer Geburtsklinik hat, oder dass ein Kind auf der Straße aufwächst und verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt ist. In einer Welt, die von Extremen und Gleichgültigkeit geprägt ist, scheint es unerlässlich, solidarisch zu sein und sich umeinander zu kümmern, um konkret etwas zu bewirken – jeder auf seine Weise.
Die FFL ist dem MAE für seine Unterstützung sehr dankbar und möchte sich herzlich für das kontinuierliche Engagement bedanken. Das Rahmenabkommen sieht eine Finanzierung von 15 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren vor, die zwischen 60 % und 80 % der Kosten der entsprechenden Projekte abdeckt. Die Mobilisierung der luxemburgischen Öffentlichkeit bleibt daher entscheidend, um diese Unterstützung zu ergänzen und die gesetzten Ziele zu erreichen. Raoul Follereau war überzeugt, dass man nur glücklich sein kann, wenn man anderen Glück bereitet. Es scheint in der Tat unerlässlich zu sein, gemeinsam voranzugehen, um einen echten und nachhaltigen Wandel herbeizuführen.