FLTT-Frauen: Slowenien gewinnt mit 3:1
Wie gewonnen, so zerronnen. Beim Halbfinal-Rückspiel in der „European Nations League“ im Tischtennis haben die FLTT-Frauen im Rückspiel in Remich ihre glänzende Ausgangsposition nicht nutzen können. Slowenien gewann mit 3:1 und zieht damit in das Finale in der „Standard Division“ ein.
Wie konnte es so weit kommen, dass nach dem 3:1-Hinspielsieg in Ljubljana die FLTT-Frauen gestern in Remich die schon sicher geglaubte Qualifikation doch noch verspielten?
Zum einen gibt es den Faktor, dass Luxemburg nicht mit dem stärkstmöglichen Team in diese Begegnung ging, Tessy Gonderinger, hierzulande eigentlich die Nummer zwei hinter Ni Xia Lian, ist derzeit in Linz bei den „Austrian Junior and Cadet Open“ im Einsatz. Dann wählte Nationaltrainer Martin Ostermann eine sehr risikoreiche taktische Variante, indem er Ni nicht an Position eins spielen ließ, sondern an drei, so dass die Last, zu punkten, auf den beiden Jüngeren, Sarah de Nutte und Danielle Konsbrück, die beide Jahrgang 1992 sind, lag. Nun, diese taktische Marschroute ging nicht auf. Wohl gewann Ni ihr Einzel wie gehabt gegen Nina Pavlin, und das in drei kurzen Sätzen (mit 11:2, 11:3, 11:1, in nur fünf Minuten reine Spielzeit), doch dieser Punkt war der einzige Zähler, den das FLTT-Team gestern totalisierte. De Nutte verlor jeweils gegen Martina Safran und Manca Fajmut und auch Konsbrück hatte gegenüber Fajmut kein Gegenmittel zur Hand. Nach dem 3:1 im Hinspiel und dem gestrigen 1:3 (jeweils aus Luxemburger Sicht) war bei Gleichstand das Satzverhältnis ausschlaggebend für den Einzug in das Finale. Hier hatte die FLTT-Mannschaft knapp das Nachsehen (9:6 im Hinspiel, gestern 5:9). Hätte demnach im letzten Spiel De Nutte gegen Fajmut einen zweiten Satz gewonnen, dann wäre auch das Verhältnis in den Sets ex aequo gewesen. In diesem Fall wäre dem Reglement nach das Punktverhältnis ausschlaggebend gewesen und hier hätte Luxemburg die Oberhand behalten.
Nun, gestern hieß es, knapp verloren ist auch verloren; ganz unerwartet darf sich Slowenien auf die beiden Endspiele freuen, wo die Türkei der Gegner ist.
Nach der Partie verteidigte Nationaltrainer Martin Ostermann die taktische Wahl: „Es gibt zwei Faktoren: Die Jüngeren, Sarah und Danielle, müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen, die Zeit, in der sie sich nicht mehr auf Ni verlassen können, muss vorbereitet werden, und so viele Gelegenheiten, dies zu tun bei internationalen Vergleichen, gibt es nun einmal nicht. Andererseits hat Ni in den vergangenen Wochen auch etliche Schwächen gezeigt.“ Trotz des gestrigen Rückschlags ist Ostermann überzeugt, dass innerhalb einer längerfristigen Perspektive die taktische Wahl die richtige war. (Text: Pierre Gricius / Foto: Fabrizio Munisso)
Wie konnte es so weit kommen, dass nach dem 3:1-Hinspielsieg in Ljubljana die FLTT-Frauen gestern in Remich die schon sicher geglaubte Qualifikation doch noch verspielten?
Zum einen gibt es den Faktor, dass Luxemburg nicht mit dem stärkstmöglichen Team in diese Begegnung ging, Tessy Gonderinger, hierzulande eigentlich die Nummer zwei hinter Ni Xia Lian, ist derzeit in Linz bei den „Austrian Junior and Cadet Open“ im Einsatz. Dann wählte Nationaltrainer Martin Ostermann eine sehr risikoreiche taktische Variante, indem er Ni nicht an Position eins spielen ließ, sondern an drei, so dass die Last, zu punkten, auf den beiden Jüngeren, Sarah de Nutte und Danielle Konsbrück, die beide Jahrgang 1992 sind, lag. Nun, diese taktische Marschroute ging nicht auf. Wohl gewann Ni ihr Einzel wie gehabt gegen Nina Pavlin, und das in drei kurzen Sätzen (mit 11:2, 11:3, 11:1, in nur fünf Minuten reine Spielzeit), doch dieser Punkt war der einzige Zähler, den das FLTT-Team gestern totalisierte. De Nutte verlor jeweils gegen Martina Safran und Manca Fajmut und auch Konsbrück hatte gegenüber Fajmut kein Gegenmittel zur Hand. Nach dem 3:1 im Hinspiel und dem gestrigen 1:3 (jeweils aus Luxemburger Sicht) war bei Gleichstand das Satzverhältnis ausschlaggebend für den Einzug in das Finale. Hier hatte die FLTT-Mannschaft knapp das Nachsehen (9:6 im Hinspiel, gestern 5:9). Hätte demnach im letzten Spiel De Nutte gegen Fajmut einen zweiten Satz gewonnen, dann wäre auch das Verhältnis in den Sets ex aequo gewesen. In diesem Fall wäre dem Reglement nach das Punktverhältnis ausschlaggebend gewesen und hier hätte Luxemburg die Oberhand behalten.
Nun, gestern hieß es, knapp verloren ist auch verloren; ganz unerwartet darf sich Slowenien auf die beiden Endspiele freuen, wo die Türkei der Gegner ist.
Nach der Partie verteidigte Nationaltrainer Martin Ostermann die taktische Wahl: „Es gibt zwei Faktoren: Die Jüngeren, Sarah und Danielle, müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen, die Zeit, in der sie sich nicht mehr auf Ni verlassen können, muss vorbereitet werden, und so viele Gelegenheiten, dies zu tun bei internationalen Vergleichen, gibt es nun einmal nicht. Andererseits hat Ni in den vergangenen Wochen auch etliche Schwächen gezeigt.“ Trotz des gestrigen Rückschlags ist Ostermann überzeugt, dass innerhalb einer längerfristigen Perspektive die taktische Wahl die richtige war. (Text: Pierre Gricius / Foto: Fabrizio Munisso)