Bekannt ist es ja, dieses Rosport. Aber es steckt mehr dahinter als der Name eines beliebten Mineralwassers. Zu finden ist es ganz einfach. Man suche auf der Karte den östlichsten Zipfel des Luxemburger Landes und schon ist man fündig geworden.
Beim Betrachten einer Luftaufnahme dieses Landesteiles stellt man fest, dass die Sauer auf der Höhe von Rosport deutlich breiter ist als man erwarten könnte. Das liegt daran, dass Ende der 1950er-Jahre ein Vorhaben an dieser Stelle verwirklicht wurde, das auf die Ingenieurleistung eines „Rosporters“ aus dem 19. Jh. zurückgeht. Die Rede ist von Henri Tudor, der die Idee zum Errichten einer Talsperre zwischen Rosport und dem deutschen Nachbarort Ralingen aufbrachte. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten liefert das Wasserkraftwerk elektrische Energie und zwar schon lange vor dem Hype um erneuerbare Energien. Rosport ist – dank des Erfindergeistes von Henri Tudor – auf einigen Gebieten Trendsetter gewesen. So war der Irminenhof (Aalt Schloass) sicherlich eines der ersten Privathäuser in Europa, das elektrisch beleuchtet war.
In der Akkumulatorenfabrik entstanden u. a. die ersten Energiespeicher für Automobile. Es war damals keineswegs klar, dass Verbrennungsmotoren und Mineralölkraftstoffe die Automobilität für das nächste Jahrhundert prägen würden. Weltweit wird heute noch immer oder schon wieder an einer effektiven Batterietechnologie für den Individualverkehr getüftelt. Das beeindruckende Gesamtwerk Tudors sowie überaus interessante und anschauliche Experimente zum Anfassen und Mitmachen werden Besuchern jeden Alters im Tudor-Museum nähergebracht. Alles was Sie schon immer über Elektrizität wissen wollten, ... aber vielleicht nie verstanden haben!
Das Spin-Off des Stauwerks bildet heute eine wesentliche Stütze der touristischen Anziehungskraft Rosports. Der Stausee reicht von Rosport bis zum vier Kilometer saueraufwärts gelegenen Steinheim. Hier werden einmalige Freizeit- und Sportmöglichkeiten im, am und auf dem Wasser angeboten. Beiderseits des Gewässers liegen umfangreiche Freizeit-, Kultur- und Sportinfrastrukturen, wie Fußballfelder, zwei Campingplätze, ein Freibad, ein Park mit einmaligem Wasser-Abenteuerspielplatz und Einrichtungen für Open-Air-Events. Gut ausgebaute Rad- und Wanderwege erweitern das Angebot. Wegen des grenzüberschreitenden und richtungweisenden Charakters wurde dieses Gesamtprojekt von der EU gefördert. Europäische Integration wächst von unten.
Die wirtschaftliche Basis von Rosport und der gesamten Gemeinde wird aus einer Mischung von Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Industrie gebildet. Klassische Handwerksbetriebe werden ergänzt durch den Handel mit technischen Produkten, Getränken und Lebensmitteln. Gastronomische Betriebe decken sowohl Restauration wie auch das Hotelgewerbe ab. Die „Sources Rosport“ und das Elektrizitätswerk sind die einzigen Industriebetriebe der Gemeinde und sorgen für eine überörtliche Bekanntheit des Namens Rosport.
Die Gemeinde Rosport, zu der die Ortschaften Steinheim, Osweiler, Dickweiler, Hinkel, Girst und Girsterklaus gehören, ist topografisch in eine Tal- und eine Bergregion geteilt. Die an der Sauer liegenden Orte Rosport, Steinheim und Hinkel sind durch die N10 verkehrstechnisch stärker an das nationale und internationale Straßennetz angebunden. Rosport ist – wie die gesamte Gemeinde – deutlich ländlich geprägt. Zu der ländlichen Lage gehört selbstverständlich auch eine starke Landwirtschaft. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Milch- und Viehwirtschaft sowie noch teilweise im Weinanbau.
Die Entwicklung der Bevölkerung kannte einen Tiefpunkt im Jahre 1970, als es nur noch 1 247 Einwohner gab. Eine dynamische Entwicklung ließ diese Zahl auf derzeit 2 115 Personen ansteigen. 40 Prozent der Einwohner sind nicht älter als 29 Jahre. Dieser hohe Anteil an jungen Menschen spiegelt sich in einem überaus reichen Vereinsleben wieder, das ohne Zweifel eine weitere Besonderheit Rosports ausmacht. Die Vielfalt der Vereine bietet den Mitgliedern die Möglichkeit zur sozialen Integration, Selbstverwirklichung und Mitbestimmung von frühester Jugend bis ins hohe Alter. Hier wird deutlich, dass Rosport reichlich mit dem Kitt gesegnet ist, der unsere Gesellschaft zusammenhält und einen Gegenpol zu einem Leben bildet, das sich immer mehr am Ökonomischen orientiert.
Durch die demografische Entwicklung und um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, wird dem Ausbau der Schul- und Betreuungsinfrastrukturen unsere höchste Priorität in den kommenden Jahren beigemessen. (FOTO: Gemeinde Rosport)
Romain Osweiler
Bürgermeister
Beim Betrachten einer Luftaufnahme dieses Landesteiles stellt man fest, dass die Sauer auf der Höhe von Rosport deutlich breiter ist als man erwarten könnte. Das liegt daran, dass Ende der 1950er-Jahre ein Vorhaben an dieser Stelle verwirklicht wurde, das auf die Ingenieurleistung eines „Rosporters“ aus dem 19. Jh. zurückgeht. Die Rede ist von Henri Tudor, der die Idee zum Errichten einer Talsperre zwischen Rosport und dem deutschen Nachbarort Ralingen aufbrachte. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten liefert das Wasserkraftwerk elektrische Energie und zwar schon lange vor dem Hype um erneuerbare Energien. Rosport ist – dank des Erfindergeistes von Henri Tudor – auf einigen Gebieten Trendsetter gewesen. So war der Irminenhof (Aalt Schloass) sicherlich eines der ersten Privathäuser in Europa, das elektrisch beleuchtet war.
In der Akkumulatorenfabrik entstanden u. a. die ersten Energiespeicher für Automobile. Es war damals keineswegs klar, dass Verbrennungsmotoren und Mineralölkraftstoffe die Automobilität für das nächste Jahrhundert prägen würden. Weltweit wird heute noch immer oder schon wieder an einer effektiven Batterietechnologie für den Individualverkehr getüftelt. Das beeindruckende Gesamtwerk Tudors sowie überaus interessante und anschauliche Experimente zum Anfassen und Mitmachen werden Besuchern jeden Alters im Tudor-Museum nähergebracht. Alles was Sie schon immer über Elektrizität wissen wollten, ... aber vielleicht nie verstanden haben!
Das Spin-Off des Stauwerks bildet heute eine wesentliche Stütze der touristischen Anziehungskraft Rosports. Der Stausee reicht von Rosport bis zum vier Kilometer saueraufwärts gelegenen Steinheim. Hier werden einmalige Freizeit- und Sportmöglichkeiten im, am und auf dem Wasser angeboten. Beiderseits des Gewässers liegen umfangreiche Freizeit-, Kultur- und Sportinfrastrukturen, wie Fußballfelder, zwei Campingplätze, ein Freibad, ein Park mit einmaligem Wasser-Abenteuerspielplatz und Einrichtungen für Open-Air-Events. Gut ausgebaute Rad- und Wanderwege erweitern das Angebot. Wegen des grenzüberschreitenden und richtungweisenden Charakters wurde dieses Gesamtprojekt von der EU gefördert. Europäische Integration wächst von unten.
Die wirtschaftliche Basis von Rosport und der gesamten Gemeinde wird aus einer Mischung von Handel, Handwerk, Landwirtschaft und Industrie gebildet. Klassische Handwerksbetriebe werden ergänzt durch den Handel mit technischen Produkten, Getränken und Lebensmitteln. Gastronomische Betriebe decken sowohl Restauration wie auch das Hotelgewerbe ab. Die „Sources Rosport“ und das Elektrizitätswerk sind die einzigen Industriebetriebe der Gemeinde und sorgen für eine überörtliche Bekanntheit des Namens Rosport.
Die Gemeinde Rosport, zu der die Ortschaften Steinheim, Osweiler, Dickweiler, Hinkel, Girst und Girsterklaus gehören, ist topografisch in eine Tal- und eine Bergregion geteilt. Die an der Sauer liegenden Orte Rosport, Steinheim und Hinkel sind durch die N10 verkehrstechnisch stärker an das nationale und internationale Straßennetz angebunden. Rosport ist – wie die gesamte Gemeinde – deutlich ländlich geprägt. Zu der ländlichen Lage gehört selbstverständlich auch eine starke Landwirtschaft. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Milch- und Viehwirtschaft sowie noch teilweise im Weinanbau.
Die Entwicklung der Bevölkerung kannte einen Tiefpunkt im Jahre 1970, als es nur noch 1 247 Einwohner gab. Eine dynamische Entwicklung ließ diese Zahl auf derzeit 2 115 Personen ansteigen. 40 Prozent der Einwohner sind nicht älter als 29 Jahre. Dieser hohe Anteil an jungen Menschen spiegelt sich in einem überaus reichen Vereinsleben wieder, das ohne Zweifel eine weitere Besonderheit Rosports ausmacht. Die Vielfalt der Vereine bietet den Mitgliedern die Möglichkeit zur sozialen Integration, Selbstverwirklichung und Mitbestimmung von frühester Jugend bis ins hohe Alter. Hier wird deutlich, dass Rosport reichlich mit dem Kitt gesegnet ist, der unsere Gesellschaft zusammenhält und einen Gegenpol zu einem Leben bildet, das sich immer mehr am Ökonomischen orientiert.
Durch die demografische Entwicklung und um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, wird dem Ausbau der Schul- und Betreuungsinfrastrukturen unsere höchste Priorität in den kommenden Jahren beigemessen. (FOTO: Gemeinde Rosport)
Romain Osweiler
Bürgermeister