Squash erobert die Schulen: Saarland und Luxemburg gehen gemeinsame Wege

Schengen. Ein wegweisender Abend für den grenzüberschreitenden Sport: Der luxemburgische Verein Squash Factory Schengen-Lëtzebuerg (SFSL) empfing den Vorsitzenden des Saarländischen Squash-Rackets-Verbandes (SSRV), Frank Skowronek, in Begleitung von Jens Enge zu einem Informationsbesuch. Auf SFSL-Seite begrüßte die Vereinsvorsitzende Nancy Keiser ihre Gäste persönlich. Der SSRV hatte den Termin gezielt angefragt – nicht zuletzt dank der grenzüberschreitenden Tätigkeit von Marc Thrill, der sowohl Landestrainer des SSRV als auch Head Coach der SFSL ist. Im Mittelpunkt stand ein in seiner Form weltweit einzigartiges Projekt: Squash, gespielt in einer klassischen Sporthalle – ohne den Bedarf an traditionellen, fest installierten Squash-Courts.


Ein Modell mit Zukunft

Die innovative Spielform ermöglicht es, Squash auch dort anzubieten, wo bislang keine entsprechende Infrastruktur vorhanden ist – ein entscheidender Vorteil insbesondere für Schulen, Vereine und ländliche Regionen.

Der luxemburgische Verein hat das Konzept eigenständig entwickelt und setzt es seit mehreren Jahren wöchentlich in der Praxis um – nicht zuletzt, weil in Schengen keine klassische Squashanlage zur Verfügung steht. Aus dieser Notwendigkeit ist eine echte Innovation entstanden, die heute Maßstäbe setzt.

„Was als pragmatische Lösung begann, ist heute unser Markenzeichen geworden", erklärt Nancy Keiser, Vorsitzende der SFSL. „Wir zeigen Woche für Woche, dass Squash überall stattfinden kann – auch dort, wo bisher kein Court steht. Dass nun das Saarland diesen Weg mitgeht, ist für uns eine wunderbare Bestätigung unserer Arbeit."


Hand-Augen-Koordination im Fokus

Verein und Verband verfolgen mit der Zusammenarbeit ein gemeinsames pädagogisches Ziel: die spielerische Förderung der Hand-Augen-Koordination bei Grundschulkindern. Diese motorische Grundkompetenz gilt in der modernen Sportpädagogik als zentraler Baustein für die kindliche Entwicklung – nicht nur sportlich, sondern auch kognitiv.

Bereits im Juni 2026 soll im Saarland die erste Grundschule diesen neuen Weg beschreiten. Den Auftakt bildet eine Lehrerausbildung, in der Pädagoginnen und Pädagogen die methodischen Grundlagen vermittelt bekommen, um Squash kindgerecht in den Sportunterricht zu integrieren. Eine zentrale Rolle werden dabei Frank Skowronek und Jens Enge übernehmen, die die Ausbildung der Lehrkräfte vor Ort gemeinsam begleiten werden – unterstützt von Marc Thrill, der seine Expertise in die Lehrerausbildung einbringen wird. Thrill ist Inhaber der WSF Level 3 – der höchsten internationalen Trainerqualifikation der World Squash Federation – und derzeit der einzige Luxemburger mit dieser Auszeichnung.

Frank Skowronek betonte beim Besuch in Schengen, dass es dem SSRV nicht um ein einmaliges Projekt gehe, sondern um eine nachhaltige Perspektive für den Squashsport im Saarland. Das Hallenkonzept der SFSL sei für ihn der Schlüssel, um Schulen niederschwellig und flexibel zu erreichen – und um Kinder frühzeitig für den Sport zu begeistern, die später zu den Spielerinnen und Spielern von morgen werden könnten.


Schengen als Symbol

Für die SFSL hat die Initiative auch eine symbolische Dimension. Der Verein versteht seine Arbeit als gelebten europäischen Gedanken – gerade am historischen Ort Schengen. „Grenzen überwinden, Menschen verbinden, Sport teilen – wir leben Schengen", fasst Nancy Keiser den Anspruch des Vereins zusammen.

Mit der Kooperation zwischen dem luxemburgischen Verein SFSL und dem saarländischen Verband SSRV entsteht eine grenzüberschreitende Partnerschaft, die Kindern beiderseits der Grenze einen einfachen, niederschwelligen Zugang zu einer dynamischen Sportart eröffnet – und zugleich zeigt, wie regionale Akteure durch Austausch innovative Wege gehen können.


Weitere Informationen zu sen Aktivitäten der Squash Factory Schengen-Lëtzebuerg ASBl finden Sie auf Facebook und unter www.sfsl.lu


Squash Factory Schengen-Lëtzebuerg ASBL (SFSL)

Nancy Keiser, Vorsitzende

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