Neuer Scanner für Wiltzer Krankenhaus?

Vor dem Hintergrund der vom Wiltzer Krankenhaus „Saint-Joseph“ beantragten Ersetzung seines mittlerweile nicht mehr den modernen Anforderungen entsprechenden CT-Scanners, erkundigte sich der CSV-Nordabgeordnete und Ettelbrücker Bürgermeister Jean-Paul Schaaf vor kurzem in einer parlamentarischen Anfrage an Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo nach den diesbezüglichen Ansichten der staatlichen Behörden und den Zukunftsaussichten des Klinikstandorts Wiltz im Allgemeinen.

Wie Gesundheitsminister Di Bartolomeo nun erklärt, seien dem Wiltzer Krankenhaus durch die Fusion mit dem Ettelbrücker „Hôpital Saint-Louis“ zum „Centre hospitalier du Nord“ die besten Zukunftsperspektiven innerhalb eines koordinierten Krankenhausnetzwerks mit eingeteilten Angeboten beschieden. Zugleich könne der Standort Wiltz den Bedürfnissen der Nordbevölkerung im Bereich der Hospitalisierungen und reedukativen Maßnahmen durch den Zusammenschluss noch besser begegnen.

„Investitionskommission
sieht keine Priorität“
Was derweil die Anschaffung eines neuen CT-Scanners anbelangt, so hänge diese von den Schlussfolgerungen einer Studie zu den nationalen Bedürfnissen im Bereich solcher medizinischen Gerätschaften ab, so Mars Di Bartolomeo. Diese von der Gesundheitskasse in Auftrag gegebene Studie stehe derzeit zwar kurz vor der Fertigstellung, sei anschließend jedoch nicht zur Veröffentlichung vorgesehen.

Seitens der „Commission technique d'investissement“, einem gemeinsamen Gremium der Gesundheitskasse und des Luxemburger Krankenhausverbandes (EHL), sei die Ersetzung des Scanners am Wiltzer Klinikum jedenfalls nicht als prioritäre Investition festgehalten worden, so Di Bartolomeo, der jedoch auch präzisiert, dass die Anschaffung eines CT-Scanners nicht der vorigen Genehmigung durch das Gesundheitsministerium unterliegt. Jedes Krankenhaus könne daher auch im Rahmen seiner eigenen Investitionspolitik, für welche die Gesundheitskasse jährlich budgetäre Mittel zur Verfügung stellt, über den Ankauf jeglichen Materials frei entscheiden. (jl)