Musikalische Vielfalt im sakralen Raum

Musikalische Vielfalt im sakralen Raum

Das spirituelle Kirchenkonzert begeisterte das Publikum

Canach. Die Pfarrkirche bot an zwei Tagen den stimmungsvollen Rahmen für ein spirituelles Konzerterlebnis, das von der Gemeinde Lenningen in Zusammenarbeit mit der Kulturkommission und der Odeon asbl organisiert wurde. Musikliebhaberinnen und -liebhaber durften sich auf ein vielseitiges Programm freuen, das durch Qualität und Atmosphäre überzeugte. Den musikalischen Auftakt am Freitagabend gestalteten Änder Mousset, Jean Leyder, Ines Rodrigues und Maristella Terebesi am Klavier sowie Guy Noel an der Gitarre. Mit beeindruckender Virtuosität und großer Ausdruckskraft begeisterten sie das Publikum. Im Anschluss betraten Rozeen feat. Ady Zeimet die Bühne. Die Künstlerin überzeugte mit einem eigenständigen Popstil, in dem sie Elemente aus Folk, Rock, Soul und Klassik gekonnt verband. Zu Beginn des Kirchenkonzerts hieß Luc Adam, der Präsident der Kulturkommission, die zahlreichen Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen. In seiner Ansprache dankte er Bürgermeister Tim Karius, dem Schöffenrat, den beiden Dirigenten, der Odeon asbl für Licht und Ton sowie den Mitgliedern der Kulturkommission für ihr Engagement. Souverän und einfühlsam führte Kurt Fantes durch den Abend.

Im Mittelpunkt stand ein musikalischer Streifzug um die Welt, gestaltet vom Musikverein Concordia Wellen und dem gemischten Chor „Klangvolk” aus der Region Trier, Saarburg und dem Umland von Konz. Unter der engagierten Leitung von Marc Rehlinger und Bernd Uehlein, die für ihren Einsatz mit einem Präsent geehrt wurden, spannte sich ein weiter klanglicher Bogen. Das Programm wurde mit der festlichen Fanfare aus La Péri von Paul Dukas eröffnet. Es folgten temperamentvolle Stücke aus Bizets Carmen-Suite, darunter die bekannte „Habanera“ und das kraftvolle „Stierkämpferlied“. Ein besonderer Höhepunkt war die oscarprämierte Filmmusik zu Out of Africa von John Barry.

Im zweiten Teil standen Jazz- und Popklassiker im Mittelpunkt. „La Mer“ in englischer Version, „Santa Baby“ und Leonard Cohens berührendes „Hallelujah“ sorgten für eine besondere Stimmung. Den krönenden Abschluss bildete eine beeindruckende Interpretation von „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Das Publikum dankte mit Standing Ovations und lang anhaltendem Applaus. Als Zugabe erklang „I Will Follow Him” aus Sister Act – ein mitreißender Ausklang zum Mitsingen und Mitklatschen. Es sind solche kostbaren Momente, die Wärme und Geborgenheit schenken und die man gerne mit den Menschen teilt, die einem wichtig sind.

Romain Welter via mywort