Wenn der Herbst ins Glas kommt
„Apéro du St. Denis“ wiederum ein Erfolg
Canach. Die Stimmung auf dem Vorplatz des Gemeindehauses in Canach war ausgezeichnet. Auf den Tischen standen Federweißer und Federroter, während aus dem Holzofen duftender Flammkuchen kam. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen lud das unter dem Motto „Apéro du St. Denis” stehende Herbstfest des Vereins Pudenis asbl. zum Verweilen und Genießen ein. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, neben Federweißer und Federroter auch Spitzenweine privater Winzer aus der Region zu probieren.
Federweißer und Federroter sind bekanntlich noch nicht vollständig vergorene Weine. Der junge, trübe Traubenmost schmeckt fruchtig und leicht süß. Genau diese Mischung macht ihn zum beliebten Getränk der frühen Herbstwochen. Während Federweißer aus weißen Trauben gewonnen wird, entsteht Federroter aus rotem Traubenmost. Er besticht durch seine intensive Farbe und seine fruchtige Aromatik. Dazu passte der Klassiker aus dem Holzofen, die „Tarte flambée“, die es in den Varianten „à l’Alsacienne“, „au Munster“ und „Nordique“ gab.
Die verschiedenen Flammkuchenvarianten ergänzten die jungen Weine mit ihrer herzhaften Würze perfekt und kamen bei den Besuchern sehr gut an. Doch Vorsicht: Die angenehme Süße des Federweißen kann täuschen. Der Most gärt weiter und entwickelt dabei Alkohol. Da dieser durch die Süße kaum wahrgenommen wird, bleibt es oft nicht beim ersten Glas. Die Wirkung setzt mitunter erst ein, wenn das Glas längst leer ist.
So wurde der „Apéro du St. Denis“ einmal mehr zu einem gelungenen Herbstauftakt: junger Wein im Glas, Flammkuchen auf dem Teller und vor allem viel Zeit für gute Gespräche und geselliges Beisammensein.
Romain Welter via mywort