Unser Geld fliesst in den Abfluss !

Die DP Mertert-Wasserbillig sieht zwar ein, dass unser Trink- und Abwasserpreis kostendeckend sein soll, zeigt sich jedoch nicht einverstanden mit den verschiedenen neuen Taxen die ab 01. Januar 2011 in Kraft treten.

Eigenen Berechnungen zufolge, schnellen die Rechnungsbeträge für das teure Nass im Jahr 2011, nach einer massiven Erhöhung im Jahre 2010, nochmals in die Höhe.

Gedeckelter Maximalpreis überschritten.

So wird ein Einpersonenhaushalt mit durchschnittlichem Verbrauch rund 140% mehr zahlen müssen als 2010, im Vergleich zu 2009 werden es rund 360% mehr sein! Der Wasserpreis steigt für einen solchen Haushalt im Schnitt auf 8.70 Euro pro Fuder, also mehr als der gedeckelte Maximalpreis von 7,00 Euro, zu welchem der Innenminister sein Einverständnis gab.

Auch wenn die Preiszuwachsraten zwischen 2010 und 2011 proportional zur Größe des Haushalts kleiner werden, so sollte man doch wissen, welche Folgen diese Preiserhöhung im Einzelnen für die Haushalte hat. Ein Zweipersonenhaushalt wird rund 295 Euro/Jahr mehr zahlen müssen, bei Fünfpersonenhaushalten kann die Zusatzbelastung über 500 Euro/Jahr betragen.

Was die DP-Sektion Mertert vor ein paar Monaten in ihrem Informationsorgan „déi aaner Kloock“ bereits befürchtete, nämlich ein massiver Anstieg der Taxen, fällt schlussendlich noch größer aus als man damals erahnte.

Kein sozial gerechter Wasserpreis.

Die DP bekräftigt ihre seit Jahren bestehende Forderung nach einem ökologisch und sozial gerechten Wasserpreis. Der von den Majoritätsparteien LSAP-CSV eingeführte Preis ist weder sozial ausgewogen, noch belohnt er besonders jene, welche sparsam mit dem Wasser umgehen.

"Mit dieser Staffelung kommen wir im Vergleich zu ländlichen Gemeinden sehr gut weg", monierte Bürgermeister Stefanetti (LSAP) anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung im Namen der Ratsmehrheit. So wie es aussieht, hat er wahrscheinlich mit "wir" die Kommunalverwaltung gemeint.