Astrid Breuer und Philippe Kesseler stellen in Beckerich aus

Beckerich. Unter dem Motto „Entre chien et loup” wird in der Millegalerie in Beckerich die diesjährige Kunstsaison eröffnet. Die Ausstellung bewegt sich zwischen Traum und Wirklichkeit, Licht und Schatten, dem Vertrauten und dem Wilden. Astrid Breuer zeigt keramische Tierfiguren, die von Märchen und Mythen inspiriert sind und mit Ambivalenz sowie feinem Humor spielen. Ihre Wesen erscheinen zugleich vertraut und rätselhaft. Ist der Wolf ein Wolf? Gibt es klar verteilte Rollen von Gut und Böse? Die Figuren ziehen den Blick an und laden zur Annäherung ein- ohne Angst, aber mit Vorsicht, denn zwischen Hund und Wolf sind die Erscheinungen trügerisch. Die freie Arbeit mit weißem Ton sowie mit Metallen, Oxiden und Pigmenten verleiht den Skulpturen eine lebendige und eigenwillige Präsenz. Philippe Kesseler hingegen bewegt sich in seiner Malerei zwischen Figuration und Abstraktion. Durch Kratzen, Gravieren und Schichten, teils auch durch Verbrennen, bearbeitet er die Oberflächen und schafft nebelhafte Landschaften von großer Tiefe. Dezente Farbskalen aus Weiß, Ocker, Braun und Schwarz durchzogen von Zeichen und Symbolen, eröffnen Bildräume, die an flüchtige Erinnerungen oder Träumen erinnern. Für beide Künstler steht die Natur im Zentrum: als Rückzugsort, als vom Menschen geprägter Raum und als widerstandsfähige Kraft. Ihre Arbeiten erzählen von Freiheit, Unsicherheit und Verwandlung und lassen Raum für das Unausgesprochene und Geheimnisvolle. Die rund 40 Werke sind noch bis einschließlich dem 8. Februar in Beckerich zu sehen. Geöffnet ist die Galerie stets von donnerstags bis sonntags, zwischen 14 und 18 Uhr. Termine außerhalb dieser Zeiten können unter der Telefonnummer 621 25 29 79 vereinbart werden. (NiCa)