Bous-Waldbredimus: Die lokale Umweltkommission in Zusammenarbeit mit der Natur-an-Ëmwelt-Sektioun Réimech hat Anfang Oktober zum dritten Mal in Folge auf einer ca. 9a grossen Fläche auf dem Pletschebierg in Bous, neben dem stillgelegten Wasserbehälter, das liegengebliebene Mähgut abgetragen. Durch diese Arbeiten sollen der Grünfläche Nährstoffe entzogen werden. In absehbarer Zeit kann sich also dort ein artenreicher Magerrasen entwickeln. So können sich auf der Fläche mittelfristig, eine Reihe von seltenen Pflanzen ansiedeln, die auf nährstoffarme Böden angewiesen sind.
Die letztes Jahr gepflanzten ca. 100 Setzlinge der Salvia pratensis (Wisesalbei, Kéifouss, wëlle Zalfei) und der Centaurea scabiosa (Skabiose-Flackeblumm) litten leider sehr stark unter der lang anhaltenden Trockenheit . Diese stark gefährdeten Pflanzen sind typisch für trockene Böden in der Moselgegend und bieten zahlreichen Bestäubern eine wichtige Nahrungsquelle.
Auf dem Gelände findet man noch einige alten Hochstammobstbäume und seit nunmehr 3 Jahren auch einen Lebensturm, der zahlreichen Insekten und anderen Tieren als Rückzugsort dient, und so das von Menschenhand geschaffene Biotop zusätzlich aufwertet.