Ein Zuhause für Schwalben, Spatzen, Mauersegler & Co. in Ell
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Das Naturschutzsyndikat SICONA führt seit 2013 systematisch Kartierungen im Siedlungsraum der Gemeinden durch, um die Bestände von Mehl- und Rauchschwalbe sowie Mauersegler zu erfassen und setzt Schutzmaßnahmen mit den Gebäudebesitzern um. SICONA hat bisher über 1.200 Kunstnester und 21 Schwalbentürme in den Mitgliedsgemeinden installiert, um dem Schwund der gebäudebrütenden Arten entgegenzuwirken.
Diese Vogelarten sind heute zunehmend bedroht, da Brutplätze und Nahrungsraum verloren gehen. Sie halten sich gerne in der Nähe von extensiv bewirtschafteten Äckern, Wiesen und Feuchtlebensräumen auf, denn dort finden sie Nahrung. Ihren Brutlebensraum haben sie in den Siedlungen, wo sie an oder in Gebäuden ihre Nester bauen.
Durch das Anbringen von Nisthilfen an öffentlichen oder privaten Gebäuden, insbesondere nach Sanierungsarbeiten von älteren Gebäuden, oder durch das Errichten von Schwalbentürmen können lokale Brutvorkommen der gefährdeten Gebäudebrüter erfolgreich gefördert werden. In der Gemeinde Ell wurden bisher 13 Doppelnester als Nistplätze für Mehlschwalben angebracht. Daneben ist ein Schwalbenturm für bis zu 48 Mehlschwalben, 16 Mauersegler, Spatzen und auch Fledermäuse errichtet worden. Zusätzlich hat die Gemeinde selbst Sperlingskästen und Fledermausspaltenquartiere an einem Gebäude installiert.
Um den Arten langfristig gute Bedingungen zu bieten, engagiert sich SICONA mit der Gemeinde Ell weiterhin mit konkreten Schutzmaßnahmen: Um Nahrungslebensräume zu schaffen werden Gewässer und artenreiches Grünland renaturiert. Damit verbunden sind die wissenschaftliche Begleitung dieser Maßnahmen wie die Erfassung der Brutbestände und auch die Förderung der Akzeptanz bei Gebäudebesitzern.