Ein Fest der Freude und Hoffnung

Ein Fest der Freude und Hoffnung

Stimmungsvolle Prozession zur „Bildchenkuescht“ nach Hersberg

Hersberg. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde das Hochfest der Aufnahme Mariens mit Leib und Seele in den Himmel traditionell mit einer feierlichen Prozession und einem Gottesdienst unter freiem Himmel begangen. Der Wallfahrtsort „Beim Bildchen“, dessen Geschichte auf zwei durch Blitzschlag verursachte Todesfälle der Gebrüder Deitz im Jahr 1731 zurückgeht, stand dabei ganz im Zeichen von Glauben, Hoffnung und gelebtem Brauchtum. Von der Sankt-Matthias-Pfarrkirche aus begab man sich betend und singend auf den Weg zur „Bildchenkuescht”. Die Prozession wurde von der Musikgesellschaft Bech-Berburg sowie von Messdienern, die die originale Marienstatue mit der Inschrift „Maria-Hilf im Walde” auf dem Sockel vor sich trugen, begleitet. Außerdem nahmen mehrere Geistliche aus der Region, darunter Pfarrer Carlo Morbach, daran teil.

Im Mittelpunkt der heiligen Messe stand die Botschaft von der Hoffnung auf Vollendung und der Zuversicht auf das ewige Leben. Trotz des Gedenkens an den Tod Mariens ist dieses Hochfest kein Trauertag. Mit der Aufnahme der „Trösterin der Betrübten“ in die Herrlichkeit Gottes bekennt die Kirche die Würde und Unvergänglichkeit des Menschen. Jeder Mensch ist von Gott gewollt, kostbar und zur Auferstehung berufen. Die Vollendung Mariens wird so zum Zeichen der Hoffnung – für Maria und für alle Gläubigen. Gerade in schweren Zeiten haben Gläubige das Bedürfnis, ihre Sorgen an Wallfahrtsorte zu tragen, um Trost und Kraft zu finden.

Pfarrer Carlo Morbach dankte abschließend allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. Für das leibliche Wohl der Pilgerinnen und Pilger sorgte die Becher Jugend beim „Veräinsbau“ in Altrier. So wurde Mariä Himmelfahrt in der Gemeinde Bech einmal mehr zu einem Fest, das auf eindrucksvolle Weise Glaube und Brauchtum, Besinnung und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Romain Welter via mywort / Fotos: Marc Mersch