BuergermeeschterRot Zentrum Westen beschäftigt sich mit dem Thema Wohnungsbau

Bei der zweiten Sitzung des regionalen Bürgermeisterrates im März stand das Thema Wohnungsbau im Mittelpunkt. Die Diskussion zwischen den Bürgermeistern zeigte, dass Gemeinden häufig zwischen verschiedenen Akteuren (Staat, Bauentwickler, SNHBM, Fonds du Logement) vermitteln müssen und gleichzeitig vor strukturellen Herausforderungen stehen. Dazu zählen unter anderem steigender Druck auf die Infrastruktur, begrenzte Flächenverfügbarkeit, komplexe Verwaltungsverfahren sowie eingeschränkte personelle Ressourcen. Auch die Umsetzung neuer Wohnformen und sozialer Durchmischung gestaltet sich in der Praxis oft schwierig.


Aktivierung von Leerstand, Nachverdichtung, alternative Wohnformen


Aus der Diskussion haben sich jedoch konkrete Lösungsansätze ergeben, wie Gemeinden trotz begrenzter Mittel aktiv werden können. Dazu gehören die stärkere Einbeziehung öffentlicher Bauträger wie SNHBM und Fonds du Logement, die Aktivierung von Leerstand über das Modell der Gestion Locative Sociale (GLS), die gezielte Nachverdichtung sowie die Förderung innovativer Wohnformen wie intergenerationelles oder begleitetes Wohnen. Auch eine engere Abstimmung der kommunalen Planungsinstrumente und eine stärkere Rolle des Syvicol wurden als wichtige Hebel in der Wohnungspolitik benannt.

Auf dieser Grundlage wurden erste Maßnahmen definiert: gezielte Informations- und Sensibilisierungsarbeit, der Ausbau der Zusammenarbeit mit zentralen Partnern, die Analyse von Best-Practice-Beispielen sowie die Umsetzung konkreter Pilotprojekte. Diese sollen schrittweise evaluiert und bei Erfolg auf andere Gemeinden übertragen werden.

Mit dem BuergermeeschterRot entsteht damit ein strukturierter Rahmen, um gemeinsame Herausforderungen in der Region koordiniert und nachhaltig anzugehen und insbesondere im Bereich des bezahlbaren Wohnens Fortschritte zu erzielen.


Die Gemeinden der LEADER-Region Zentrum Westen: Bissen; Garnich, Habscht, Helperknapp, Kehlen, Koerich, Mamer, Mersch, Steinfort.