8.000 Euro für die Forschung.
Die sechste Generalversammlung der Schëfflenger Kriibshëllef fand kürzlich im Boulodrome Nazzareno Bocci statt. Präsident Georges Kuhn blickte dabei auf sechs Jahre kontinuierlichen Einsatz im Kampf gegen Krebs zurück.
Trotz großer Fortschritte in der Medizin bleibt die Diagnose Krebs für Betroffene ein einschneidendes Ereignis. Dank früher Erkennung und moderner Therapien sind heute jedoch viele Krebsarten behandelbar oder heilbar. In Luxemburg erkrankt statistisch gesehen fast jeder Dritte im Laufe seines Lebens an Krebs. Jedes Jahr werden rund 3.000 neue Fälle registriert. Experten rechnen künftig mit einem weiteren Anstieg, weshalb Prävention, Aufklärung und Forschung zentrale Herausforderungen bleiben.
Die Schëfflenger Kriibshëllef engagiert sich seit Jahren in diesen Bereichen und wird derzeit von neun aktiven Mitgliedern getragen. Die Gewinnung neuer, insbesondere junger Mitglieder wird leider immer schwieriger so Präsident Georges Kuhn.
Aktiv, engagiert.
Schriftführerin Conchi Strasser Ramirez zog eine Bilanz des vergangenen Jahres. Neben sieben Vorstandssitzungen war der Verein bei zahlreichen Veranstaltungen aktiv. Zu den Höhepunkten zählten unter anderem Spenden vom Lions Club Rou’de Léiw (2.000 €) und vom Schëfflenger Theater (500 €). Zudem wurden im Laufe des Jahres jeweils 4.000 € an die Fondation Cancer und den Cancer Research Fund der Universität Luxemburg überwiesen. Weitere Aktivitäten reichten von Benefizveranstaltungen und Konferenzen bis hin zu Aktionen wie dem Brustkrebslauf und dem „Trëppeltour géint de Broschtkriibs“.
Auch 2026 stehen zahlreiche Termine an, darunter Benefizveranstaltungen, Konferenzen und öffentliche Aktionen wie der Brustkrebslauf im Oktober und der„Trëppeltour“.
Finanziell solide.
Finanziell steht der Verein weiterhin auf soliden Beinen, wie Schatzmeisterin Pascale Pennacchio-Niclou berichtete. Die Kassenprüfer bestätigten eine einwandfreie Buchführung; der Mitgliedsbeitrag bleibt bei 10 Euro.
Spenden für die Forschung.
Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung wurden erneut jeweils 4.000 € an die Fondation Cancer und den Cancer Research Fund der Universität Luxemburg überreicht. Während Prof. Dr. Serge Haan persönlich anwesend war, wurde der Scheck an die Direktorin der Fondation Cancer, Margot Heirendt, bereits im Vorfeld übergeben.
Für einen eindrücklichen Beitrag sorgte Jacky Mond-Streff vom Syndicat d’Initiative et de Tourisme Schifflange. Sie berichtete über den Fall von drei Monate alten Zwillingen, die an einem Retinoblastom erkrankt sind – eine seltene, aber besonders aggressive Krebserkrankung im Kindesalter.
Prof. Dr. Serge Haan gab zudem Einblicke in die Entwicklung seines Forschungsbereichs an der Universität Luxemburg, der weiter ausgebaut werden soll. Ein entscheidender Faktor sind Spenden, um Fortschritte im Kampf gegen Krebs zu ermöglichen.
Bürgermeister Carlo Feiereisen würdigte die Arbeit des Vereins als wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Engagements in Schifflingen. Neben der Unterstützung der Forschung leiste die Kriibshëllef auch konkrete Hilfe für betroffene Familien, die oft mit erheblichen finanziellen und emotionalen Belastungen konfrontiert sind.
Zum Abschluss dankte der Verein allen Unterstützern und gedachte in einer Gedenkminute der verstorbenen Mitglieder, Angehörigen und Freunde.
Der Vorstand der Schëfflenger Kriibshëllef
• Präsident: Georges Kuhn
• Vizepräsidentin: Isabelle Solagna-Van Goidsenoven
• Schriftführerin: Conchi Strasser Ramirez
• Schatzmeisterin: Pascale Pennacchio-Niclou
• Weitere Mitglieder: Pierrot Feiereisen, Sonja Künsch-Zirves, Jöel Reiter, Gwendoline
Wagner-Brandenburger, Arlette Wagner-Heitz, Daniel Wagner und Caroline Weber-
Maes.
• Kassenprüfer: Lucien Künsch, Jean-Claude Castellucci und Gilbert Bock.
Gwendoline Wagner-Brandenburger und Daniel Wagner legten am 3. März 2026 ihre Ämter nieder. Der Verein dankte beiden ausdrücklich für ihren langjährigen Einsatz. Zum Abschluss überreichte Präsident Georges Kuhn Daniel Wagner ein kleines Präsent und lud die Anwesenden zu einem Umtrunk ein.