Wiederherstellung der Calluna-Heide in Groussbus-Wal

In Luxemburg gibt es nur noch wenige Restbestände von Heiden, um die es nicht gut steht. Daher setzt sich das Naturschutzsyndikat SICONA zum einen für die geeignete Pflege bestehender Heiden innerhalb der Mitgliedsgemeinden und zum anderen für die Wiederherstellung auf geeigneten Flächen ein, wie auch Op der Neiwiss in der Gemeinde Groussbus-Wal.

Um den noch verbliebenen kleinen Bestand der Calluna-Heide zu erhalten und ihn auszuweiten hat SICONA in Zusammenarbeit mit dem Flächeneigentümer der Fondation Hëllef fir d’Natur 2023 auf ca. 50 Ar ein mit vom Borkenkäfer befallenen Fichtenbestand gefällt und die Fläche geplaggt. Beim Plaggen wird die oberste Bodenschicht, in der auch viele Nährstoffe enthalten sind, abgetragen, um optimale Keimbedingungen für das Heidekraut zu schaffen. Daraufhin wurde samenhaltiges Heidematerial von einer anderen bestehenden Heidefläche ausgebracht. Ziel dieser Maßnahme ist die Wiederherstellung des gefährdeten Lebensraumtyps Heide. Da die Entwicklung der Heide-Pflanzen aufgrund ihres langsamen Wachstums einige Jahre in Anspruch nimmt, wollen wir prüfen, wie gut sie hier Fuß fassen konnten.

Calluna-Heiden sind ein europaweit geschützter Lebensraumtyp und zeichnen sich durch das Vorkommen des namensgebenden Heidekrauts – Calluna vulgaris – aus. Sie sind niedrigwüchsig und bestehen überwiegend aus den kleinen Heidesträuchern, die sich zur Blütezeit im August in ein hell-violettes Blütenmeer verwandeln. Nicht nur hinsichtlich der Pflanzenwelt sind Heiden eine Besonderheit. Auch viele Tierarten, darunter gefährdete Vogelarten wie die Heidelerche nutzen diesen Lebensraum.

Der Nationale Naturschutzplan ebenso wie die Nature Restoration Regulation sieht die Erhaltung sowie die Verbesserung und die Wiederherstellung von Calluna-Heiden vor, sodass SICONA auch in Zukunft weitere Renaturierungen mit der Unterstützung seiner Mitgliedsgemeinden und des Umweltministeriums umsetzen wird.