Unermüdlicher Einsatz für die griechische Kultur


Jahresrückblick bei der Vereinigung „Les Amis de la Grèce“

Luxemburg. Ihrer Zielsetzung, die klassische griechische Kultur zu verteidigen und die griechisch-luxemburgische Freundschaft zu fördern, wurde die Gesellschaft „Les Amis de la Grèce“ auch 2025 gerecht. Während der Vorstand anlässlich der Generalversammlung im Restaurant „Atytic“ in Luxemburg-Beggen auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblickte, wurden den Mitgliedern der 1952 von Professor Henri Muller gegründeten Vereinigung die letztjährigen abwechslungsreichen Veranstaltungen nochmals in Erinnerung gerufen.

Der Vorstand traf sich zu fünf Arbeitssitzungen. Eine Delegation stellte den Verein und seine Aktivitäten der neuen Botschafterin Christina Alexopoulou in der griechischen Botschaft vor. Beim Empfang anlässlich des griechischen Nationalfeiertags am 25. März waren die „Amis de la Grèce“ vertreten. Die überarbeiteten und an das Gesetz vom 7. August 2023 angepassten Statuten wurden bei Gelegenheit der letztjährigen Jahresversammlung einstimmig angenommen. Die geänderten Statuten wurden beim Handels- und Gesellschaftsregister hinterlegt, und der neue Vorstand gemäß den gesetzlichen Bestimmungen im Register der wirtschaftlich Berechtigten eingetragen. Mit dem Tod von Mathias Schiltz, ehemaliger Generalvikar der Erzdiözese Luxemburg, haben die „Amis de la Grèce“ einen langjährigen Wegbegleiter verloren.

Die interessante Reise nach Kreta im Oktober 2024 konnten nicht nur die Teilnehmer im hauptstädtischen Athenäum im Rückblick erleben. Der musikalische Abend mit Werken von Mikis Theodorakis, den Kalliopi Schiltz im Literaturcafé-Restaurant „Le Bovary“ in Luxemburg-Weimerskirch bot, begeisterte die anwesenden Mitglieder. Einem zweiten Konzert, das den griechischen Komponisten Manos Hadjidakis und Yorgos Zambetas gewidmet war, war ebenfalls ein voller Erfolg beschieden. Ein zahlreiches Publikum genoss schließlich das große Konzert „Lëtz Mikis“ anlässlich des 100. Geburtstags von Mikis Theodorakis, das die Griechenland-Freunde im ausverkauften Kulturzentrum „Tramsschapp“ in Luxemburg-Limpertsberg mitorganisiert hatten.

Zum Auftakt einer Vortragsreihe, die das Erbe der griechischen Sprache in den modernen Sprachen beleuchtet, sprach E. Wolter über die Demokratie. Bei einem Treffen mit der Direktorin des Nationalen Literaturzentrums in Mersch wurde ein Vortrag zur Förderung der luxemburgischen Übersetzung der „Odyssee“ von Homer vereinbart (am 20. Mai 2026). 50 Exemplare dieses Werks von Henri Muller hatte das Bildungsministerium den Direktoren der verschiedenen Lyzeen für deren jeweilige Bibliotheken übergeben. Vertreter der „Amis de la Grèce“ waren bei der Feierstunde im „Lycée du Centre“ zugegen. Traditionsgemäß erhielten Schüler, die an Einführungskursen in die griechische Sprache teilgenommen hatten, ein Geschenk.

Die Generalversammlung hieß sowohl den Aktivitätsbericht als auch die positive Kassenbilanz gut. Dem Vorstand gehören weiterhin Ehrenpräsident Edouard Wolter, die Präsidenten Michel Decker und Dr. Jean Beissel, Vizepräsident Alvin Sold, Sekretär Marc Willière, Kassiererin Claudine Tockert sowie Mitglied Sabine Wächtler an.

Im diesjährigen Aktivitätskalender sind weitere Konferenzen mit dem Titel „Die griechische Sprache und ...“ vorgemerkt. Sie behandeln Themen wie die Medizin, die Philosophie oder die Theaterwelt. Jeder Vortrag wird mit einem kurzen Text eines griechischen Autors sowie Erläuterungen zur Sprache und zum historischen Kontext eingeleitet. Auch werden die „Amis de la Grèce“ in diesem Jahr wieder verreisen. Ihr Ziel ist Ende September die Mittelmeerinsel Zypern. mpw