Vierzig Jahre – und nicht vergessen

Vierzig Jahre – und nicht vergessen

Zum Gedenken an Gérard „Jickes“ Wagner

Niederkorn. Ein schwerer Autounfall veränderte am 21. August 1986 das Leben mehrerer junger Menschen. Der erst 23-jährige Gérard „Jickes“ Wagner kam dabei ums Leben. Sein bester Freund und Vereinskollege, der Ausnahmeturner Emilio Tiberi, überlebte schwer verletzt und ist seither auf den Rollstuhl angewiesen. Die Nachricht löste damals Trauer und Fassungslosigkeit im ganzen Dorf aus – Gefühle, die bis heute nachwirken.

Vierzig Jahre nach seinem viel zu frühen Tod ist „Jickes“ bei seinen Turnfreunden von „La Liberté“ Niederkorn unvergessen. In einer stillen Zeremonie gedachten sie ihrem Vereinskollegen. Unter der Vereinsfahne wurde an seinem Grab ein stiller Blumengruß niedergelegt. Ehrenvizepräsident Claude Olten erinnerte an die Stunden jenes Schicksalstages, vor allem aber an den Menschen: den vielseitigen Sportler, engagierten Kampfrichter, charismatischen Animateur und begeisterten Stimmungsmacher. In seiner Lieblingsrolle als „Léiwe Kleeschen“ sei er ganz in seinem Element gewesen. Er habe sein kurzes Leben „mit Vollgas“ gelebt – voller Energie, Lebensfreude und Begegnungen.

Für den Verein bedeutete sein Tod eine tiefe Zäsur. „Jickes“ fehlte plötzlich überall – im Training, bei den Festen und im Vereinsleben. Vierzig Jahre sind eine lange Zeit. Generationen wechseln, Menschen werden älter, doch manche Menschen bleiben unvergessen. „Sein Name soll für immer in Erinnerung bleiben“, betonte Präsident Claude Bariviera.

„Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Menschen, der sein kurzes Leben mit „Vollgas“ gelebt hat.“

Romain Welter, mywort